Zeige Artikel aus February 2012
Auf Exkursion in Chongqing
So ein Auslandssemester ist anstrengend… Immer ist irgendwas los, da kommt man kaum zum Schreiben. Aber wir haben viel erlebt, über das es zu erzählen lohnt – deshalb will ich an dieser Stelle nochmal von ein paar Highlights berichten.
Wir hatten uns in China spätestens nach zwei Monaten eingelebt. Das Bestellen von lokalen Spezialitäten und der Smalltalk im Chongqinger Dialekt mit dem Taxifahrer wurden zur Selbstverständlichkeit. So war es auch kein Problem, uns auf eigene Faust und ohne Begleitung aus unserem sicheren Hafen der Universität in Hechuan heraus zu wagen. Zwar nur in einen anderen Stadtteil, doch das bedeutet in Chongquing, der größten Stadt der Welt, mitunter eine Strecke von 80 Kilometern zurück zu legen.
Pistenvergnügen mit dem Hochschulsport
Frischluft und Schneezauber statt Bleigießen und Kater: Die Jahreswende 2011/2012 haben wir, eine Gruppe Studierende aus Lippstadt, auf der Piste verbracht, oder jedenfalls ganz in der Nähe davon. Die Skiexkursion nach Söll in Österreich wurde vom Hochschulsport der HSHL angeboten. Wir haben nicht lange überlegt und uns spontan angemeldet, ohne wirklich zu wissen, was auf uns zukommt. Direkt am ersten Weihnachtsfeiertag ging es los. Da der Hochschulsport an unserer jungen Hochschule noch im Aufbau ist, wurde der Skiurlaub von der Uni Münster organisiert. So gesellte sich unsere kleine Gruppe zu einem größeren Trupp Münsteraner und weiteren Studierenden – akademische Völkerverständigung sozusagen.
Pilotstudie für die Zukunft der Medizin
Die Katholieke Universiteit Leuven in Belgien ist eine der ältesten und traditionsreichsten Universitäten Europas mit einem hervorragenden Ruf. Als Prof. Dr. Jürgen Trzewik, mein Dozent im Studiengang "Biomedizinische Technologie", mir anbot, dort an einem Forschungsprojekt mitzuarbeiten, war das für mich eine einmalige Gelegenheit, zu der man eigentlich gar nicht Nein sagen konnte. Trotz des zusätzlichen Zeitaufwands während des Semesters – die Aussicht, mit dem weit über Leuven hinaus bekannten Professor Dr. Jan Deprest und seinem Team zusammenzuarbeiten, hat mich überzeugt. Aber nervös war ich auch! Während der ersten Fahrt nach Belgien, die um 5 Uhr morgens begann, hatte ich nur einen Gedanken im Kopf: "Was erwartet mich wohl? Bin ich dem Ganzen auch gewachsen?"