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Auf ins Känguruland!

Unser Auslandssemester an der Curtin University

Mir, Julian vom Campus Lippstadt (Computervisualistik und Design), und Johannes vom Campus Hamm (Technisches Management und Marketing) wurde die Ehre zuteil, ein Semester an der Curtin University in Australien verbringen zu dürfen. Die Curtin University befindet sich in Perth, der Hauptstadt des größten australischen Bundesstaats Western Australia. Wir trafen im australischen Winter ein, der mit Temperaturen etwas über 20°C im Vergleich zu Frühling und Sommer – im November schwitzten wir unter kurzzeitig fast 40°C - angenehm ist.

Perth ist eine der abgelegensten Großstädte der Welt mit einer Entfernung von 2.138 Kilometer zur nächsten größeren Stadt Adelaide. Fährt man nach Osten, so geht es direkt in die Wüste, nach Norden und Süden gibt es einige Kleinstädte und für den westwärts Reisenden empfiehlt sich die Mitnahme eines Wasserfahrzeugs, da sich hier der Indische Ozean erstreckt.

Hay Street - Perth CBD

Perth CBD - Aussicht von der Fraser Avenue (Kings Park)

Perth CBD - Aussicht von der Forrest Street (South Perth)

Aber auch wenn wir uns mehr oder weniger auf Perth beschränken müssen, sind wir gut beschäftigt. Die Curtin University hat einen großen Anteil Studierende aus dem Ausland, und von Zeit zu Zeit wird ein Ausflug angeboten. Dazu kommen noch die privaten Veranstaltungen und die Partys der Studentenvertretung.

Wir sind beide in Wohnheimen auf dem Campus untergebracht, wobei Johannes das bessere erwischt hat (mit Teppich im Flur und Elektroherd!), trotzdem kann auch ich mich nicht beschweren. Die Lage in der Nähe dubioser Wohnviertel hat uns bisher keine Probleme bereitet, außer dass eine meiner Mitbewohnerinnen die Hälfte ihrer zum Trocknen aufgehängten Wäsche abhandenkam.

Was sich wohl Geheimes hinter diesem Eingang verbirgt? Ich war versucht, nachzusehen.

 

Kängurus im Wildlife Park

Die Stadt ist bekannt für den Kings Park, der direkt an das Stadtzentrum und den Swan River angrenzt, größer als der Central Park in New York City und obendrein auch noch wirklich hübsch ist. Das Stadtzentrum selbst ist nicht besonders groß; mit den gut organisierten Nahverkehrsmitteln fährt man allerdings von der Universität bis dorthin ungefähr 40 Minuten durch die nach amerikanischem Vorbild errichteten ausgedehnten Vororte. Die Australier selbst sind meistens, ganz im Sinne der allgemeinen Vorstellung, ziemlich entspannt, solange eine Flasche Bier und ein gut bestückter Grill in der Nähe sind.

Ein Teich im Kings Park

Den Umstand, dass man mit dem Flugzeug von Perth aus in die meisten anderen australischen Städte länger braucht, als auf die Ferieninsel Bali, haben wir uns mit drei Gentlemen aus Großbritannien zunutze gemacht. In einer vorlesungsfreien Woche durften wir teilhaben an tropischer Wärme, mörderischem Straßenverkehr und dem Anblick westlicher Pauschaltouristen, stets im Stile eines mittelöstlichen Basarhändlers den Taxifahrern ihre überhöhten Angebote ausschlagend. Johannes freute sich über die Möglichkeit, endlich zum Kitesurfen zu kommen.

Auch zurück in Australien blieb es spannend. Inoffiziell wurden wir zum Beispiel eines Tages zum Klippenspringen in den Swan River eingeladen – das 10-Meter-Brett im Schwimmbad ist nach dieser Erfahrung wohl keine Herausforderung mehr.

Während ich diese Zeilen schreibe, sucht die Polizei von Perth im Übrigen nach zwei motorisierten Picknicktischen, die den Straßenverkehr unsicher machen.

Ich vermute, dass nach dieser Schilderung der Gesamteindruck klar ist: Australien ist ein interessantes Land, und das Semester hier hat sich für uns allemal gelohnt!

Zuletzt bleibt zu erwähnen: Ja, wir haben tatsächlich zwischendurch studiert.

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