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Postkarten hängen an einer Wäscheleine.
pixabay.ocm

Auslandspraktikum in China

你好!Ich bin Ina Wenzel, studiere "Interkulturelle Wirtschaftspsychologie" und habe mein 5. Semester im WS18/19 im Süden Chinas in der bezaubernden Stadt Zhuhai verbracht. Von Anfang an stand für mich fest, dass ich "ganz weit weg" will. Durch eine Kommilitonin bin ich auf das Unternehmen IC Ltd. gekommen, bei dem ich dann mein Praktikum absolvierte. Das britische Unternehmen InternChina ist eine Praktikumsvermittlung, die ausländischen Studierenden Praktika in China vermittelt.

China (中国, das Land der Mitte), ist ein so vielfältiges und reiches Land, dass ich mir anfangs etwas Sorgen machte dort ganz alleine hinzufliegen. Zwar belegte ich seit einigen Semestern den Sprachkurs Chinesisch (Mandarin) hier an der HSHL, aber sicher fühlte ich mich in der Sprache noch lange nicht. Hinzu kam, dass in Zhuhai, welches in der Guangdong Provinz liegt, auch Kantonesisch gesprochen wird - eine ganz andere Sprache als das Mandarin, welches ich bisher lernte. Was meine Sorgen beruhigte war, dass ich durch das britische Unternehmen englischsprachige Ansprechpartner hätte, die mir bei Problemen helfen könnten.

Ganz aufgeregt stieg ich also in meinen ersten Flieger, 12 Stunden Flug nach Hongkong lagen vor mir. Ich blieb 3 Nächte in Hongkong, bevor ich mit der Fähre nach Zhuhai fahren konnte. In Hongkong war ich überwältigt von dieser pulsierenden Stadt - was nicht nur am Jetlag lag. Die Tage vergingen viel zu schnell, und ich war froh, nach meinem Praktikum noch einmal 5 Nächte in Hongkong zu haben, um noch viel mehr zu sehen.

In Zhuhai wurde ich von meiner Mitpraktikantin vom Hafen abgeholt. Ich lernte an diesem ersten Wochenende bereits viele Menschen kennen.  Ein großer Bestandteil meines Praktikums war es, Ansprechpartner für die vermittelten Praktikanten zu sein. So lernte ich Menschen nicht nur aus Großbritannien, sondern auch Schweden, Deutschland, Australien und Neuseeland kennen, mit denen ich sowohl durch die Arbeit als auch in meiner Freizeit sehr viel zu tun hatte.

Inas Fotoeindrücke

Ein Highlight war der durch InternChina organisierte Ausflug in die Nachbarregion Guanxi, nach Yangshuo. Dort ist die wunderschöne Landschaft zu bestaunen, die auch auf dem 20 CNY Schein zu sehen ist! Wir sind auf Flößen gefahren, haben in einer Tropfsteinhöhle ein Schlammbad genommen und sind auf den "Moonhill" gewandert. Ein Wochenende voller wunderschöner Eindrücke!

Während meines Praktikums wohnte ich in einer 3er-WG mit den Mitpraktikanten. Für die letzten eineinhalb Monate wechselte ich in eine chinesische Gastfamilie mit Kind (Homestay). Glücklicherweise sprachen die Eltern auch sehr gutes Englisch, was die Kommunikation doch sehr vereinfachte. Durch das Leben mit ihnen konnte ich viele Traditionen live miterleben, die für Chinesen eine große Rolle im Alltag spielen - wie z. B. das Neujahrsfest oder, dass ich bei fast jeder Mahlzeit erklärt bekam, für welchen Körperteil dieses Essen gut sei (laut TCM).

Das Essen war generell eines der besten Dinge in China für mich. So vielfältig und lecker - und vor allem günstig, zumindest für uns Ausländer. Eines meiner Lieblingsessen waren wohl die einfachen Baozi (包子) - gedämpfte und gefüllte Teigtaschen, ähnlich wie Brötchen, und man konnte sie zu jeder Tageszeit essen.

Es war ein unglaubliches halbes Jahr, welches ich dort verbracht habe. Danke und auf Wiedersehen! 谢谢,再见!

Ein Beitrag von Ina Wenzel, 6. Semester "Interkulturelle Wirtschaftspsychologie", vom 24.04.2019.

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