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Auslandssemester in Thailand

Eine großartige Erfahrung

Ich bin Christine Winnikow und studiere an der Hochschule Hamm-Lippstadt Betriebswirtschaftslehre im fünften Semester. Seit Beginn des Studiums war es mein Plan ein Auslandssemester zu absolvieren und Anfang September 2017 war es dann endlich so weit:  Ich durfte zur Mahidol University in Salaya, Thailand.

Vorab war Ich super aufgeregt und machte mir viele Gedanken, ob es mir gefallen würde und ob alles reibungslos klappen würde. Und was soll ich sagen, klar gibt es kleine und große Herausforderungen, aber lest selbst.

Ankunft

Die Mahidol University in Salaya, einem Vorort von Bangkok, organisierte einen Fahrer für uns Austauschstudenten, der uns zur Unterkunft brachte, in der wir für die nächsten drei Monate lebten. In dem Bundit House/Home wohnten viele Austauschstudenten, wodurch die organisatorischen Angelegenheiten, wie das Visum, Verträge oder auch der Einzug, durch die Erfahrungen der Angestellten, glatt lief. Alle Zimmer waren identisch aufgebaut und für zwei Personen, mit zwei Betten und zwei Schreibtischen, ausgestattet.

Christines Fotoeindrücke

Studierendenalltag

Zu Beginn gab es für alle Austauschstudenten Orientierungsveranstaltungen, mit reichlich Informationen bezüglich des Studienverlaufs und dem Leben in Thailand. Auch ein Ausflug zu einer Grundschule stand auf dem Plan, um die Thaikultur kennenzulernen.

Als das Studium anfing, bemerkte ich die vielen Unterschiede zwischen dem Studieren in Thailand und in Deutschland. Das Gelände der Mahidol University war beeindruckend und so groß, dass dort 3 verschiedene Trams alle 15 Minuten Studierende von A nach B beförderten und auch Fahrräder für diesen Zweck ausgeliehen werden konnten. An der Universität herrschte eine Schuluniformpflicht, wurde diese missachtet so konnte der Professor die Studierenden vom Unterricht ausschließen. Der Unterricht fand mit maximal 40 Studenten statt, hierbei galt eine Anwesenheitspflicht, ebenso sollte man sich hier auch beteiligen. Die Qualität des Unterrichts habe ich als sehr gut empfunden, da sich die Professoren kreative Ansätze überlegten, um den Sachinhalt zu erklären und den Studierenden etwas beizubringen. So war in all meinen Kursen Gruppenarbeit selbstverständlich und ein großer Bestandteil des Unterrichts. Dadurch war es für mich kein entspanntes Trimester, wie ich es aus Deutschland gewohnt war. An der HSHL hatte ich sechs Monate Vorlesungen, zu denen ich gehen konnte, wenn ich Lust hatte und am Ende gab es eine Abschlussprüfung. In Thailand hatte ich in zwei meiner vier Kurse eine Zwischenprüfung, eine Abschlussprüfung und zwischendurch kleine Gruppenarbeiten mit einer finalen Präsentation am Ende. In den anderen zwei Kursen hatte ich statt der Zwischenprüfung bloß wöchentliche Quizze, aber ebenfalls eine Abschlussprüfung und Präsentationen. Dementsprechend war es stressiger als in Deutschland, da all das innerhalb von nur drei Monaten geschah.

Ich habe in diesem Trimester mehr gelernt, als in so manchen sechsmonatigen Kursen in Deutschland. Der Inhalt der Kurse war für mich sehr interessant, nicht zuletzt, weil in jedem einzelnen Kurs immer ein Praxisbezug bestand. Beispielsweise habe ich mit meinem Team für ein echtes Unternehmen eine Marketingkampagne für ein Produkt entwickelt und der Inhaberin vorgestellt, was für mich eine spannende Erfahrung war.

An der Mahidol University gab es viele Austauschstudenten, sodass ich dort auch viele junge Studenten aus aller Welt getroffen habe. Es wurden dort viele Clubs/Aktivitäten, wie Thaiboxen, Diving und Animal-Lovers angeboten, denen man beitreten konnte. Ich war im Fahrrad-Club und bin mit einigen anderen Studenten auf Tour gegangen und habe wunderschöne Orte gesehen, was größtenteils von der Uni bezahlt wurde.

Kultur in Thailand

Im Gegensatz zu der Uni, habe ich mich in Thailand selbst, vor allem in Bangkok, nicht so willkommen gefühlt, da ich durch mein Aussehen, helle Haut und helle Haare, direkt als Tourist abgestempelt wurde. Dementsprechend musste ich häufig bei aller Art von Käufen einen höheren Preis zahlen. Auch sollte man sich darüber im Klaren sein, dass Thailand ein Schwellenland ist und viele Teile der Bevölkerung daher arm.

Fazit

Alles in allem war mein Auslandssemester in Thailand eine großartige Erfahrung. Ich habe nicht nur viel gelernt, sondern auch eine wunderbare Kultur und neue Freunde aus aller Welt kennengelernt. Aus diesen Gründen habe ich zu keinem Zeitpunkt bereut, mich für das Auslandssemester in Thailand entschieden zu haben.

Ein Bericht von Christine Winnikow, 5. Semester Betriebswirtschaftslehre, vom 08.02.2018.

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