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Canada, eh?

Was kommt einem als erstes in den Sinn wenn man an Kanada denkt?

Eishockey, Ahornsirup, Holzfällerhemden und endlose Straßen sind sicherlich die Dinge, die die Meisten mit dem zweitgrößten Land der Erde verbinden. Viel mehr als das Obige kannte auch ich, Malte Küper, 5. Semester "Energietechnik und Ressourcenoptimierung", nicht, als ich vor knapp fünf Monaten in den Flieger Richtung Vancouver gestiegen bin.

Englischsprachig, weit weg von Deutschland und am besten nicht die USA sollte es sein, daher kam schnell Kanada als Möglichkeit für ein Auslandssemester auf. Letztendlich ist es dann Victoria, die Hauptstadt von Britisch Columbia, BC, im Westen Kanadas geworden.

Die erste Woche verbrachte ich mit einer Mischung aus Müdigkeit vom Jetlag, Vorfreude auf die kommenden Monate und der Ankunft in einem Land, dass sich schon in den ersten Tagen von seiner besten Seite zeigte, mit Temperaturen um die 25° C und einer grandiosen Landschaft.

Fahrt nach Tofino

 

University of Victoria

Pünktlich Anfang September startete dann die Universität. Ich studierte an der University of Victoria, kurz UVic, die mit circa 20. 000 Studenten zu den Größten im Westen Kanadas zählt. Das ganze Semester über präsentierte sich die Uni von ihrer besten Seite, inklusive Partys, täglichen Ausflügen oder gratis BBQ für die internationalen Studenten.

Insgesamt waren in diesem Semester ca. 500 Austauschstudenten aus aller Welt zu Gast, davon gefühlt 50% aus Deutschland. Man ist also nie ganz alleine. Als Fächer habe ich grundlegende Ingenieursfächer belegt und zusätzlich noch einen Kurs in dem wir bei der Planung und Weiterentwicklung des universitätseigenen Hybridfahrzeugs mitgeholfen haben, was ja irgendwie auch in den Bereich erneuerbare Energien passt.

Blick auf Vancouver Downtown

 

Die Kanadier

Typisch für die meisten Kanadier ist die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft mit der sie einem begegnen. So wird beispielsweise beim Buseinstieg eine Warteschlange gebildet, nach der Fahrt bedankt sich jeder Fahrgast mit Thanks beim Fahrer und auch das allgegenwärtige Sorry für alles und jenes ist typisch kanadisch.

Auf jeden Fall sollte man nicht den Fehler machen Kanadier mit Amerikanern gleichzustellen, das ist eine der wenigen Sachen die selbst freundliche Kanadier verstimmen kann, wobei ich nicht sicher bin ob es schlecht gelaunte Kanadier überhaupt gibt!

Fährfahrt Victoria - Vancouver

 

Freizeit

Vom Besuch in der zwei Stunden entfernten Weltmetropole Vancouver, bis hin zum Camping- und Surfausflug an die Westküste Vancouver Islands oder Snowboarden in den Rockys, war in den letzten Monaten wirklich alles drin, es gibt fast nichts was man an Freizeitmöglichkeiten an der Westküste nicht hat.

Wer in Kanada eine Tour macht, sollte auf jeden Fall ein paar Stunden mehr für den Weg einplanen, denn an jeder Ecke gibt es etwas zu sehen und es lohnt sich, den ein oder anderen Stop mehr einzulegen, der Weg ist hier wirklich das Ziel.

Nationalpark Jasper

 

Fazit

Ich kann mich an keinen Moment in den letzten 5 Monaten erinnern, in dem ich die Entscheidung für ein Auslandssemester bereut hätte, für Heimweh blieb sowieso keine Zeit. Ich kann es auf jeden Fall jedem nur empfehlen, den Schritt ins Ausland zu wagen. Es lohnt sich, eine neue Sprache und Kultur kennenzulernen, zu der man sich schneller als gedacht zugehörig fühlt und die auch die Blickweise auf das Heimatland verändert.

Ausflug mit dem Uni-Surfclub

 

Noch was aus dem Bereich interkulturelles Lernen: Verschüttet man in Kanada aus Versehen Bier auf dem Tisch und trinkt es anschließend von der Tischoberfläche, nennt man das einen Zamboni, benannt nach den Maschinen die beim Eishockey die Eisfläche glätten.

Cheers,
Malte

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