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Unterwegs auf der International Broadcasting Convention (IBC)

Spannende Einblicke in die Welt der Medientechnik auf Europas größter Messe zu Film- und Fernsehproduktion

Gemeinsam mit meinem Kommilitonen Fabian Schneider habe ich mich in diesem Jahr erfolgreich für das "IBC Rising Stars Programm" der International Broadcasting Convention (IBC) in den Niederlanden (Amesterdam) beworben. Dieses Programm richtet sich an unter 30-Jährige und lädt sie zu der international anerkannten Messe und zu einem speziellen Rahmenprogramm ein. Gemeinsam fuhren wir am Freitag, 9. September 2016 nach Amsterdam. An unserem ersten Messetag machten wir zunächst einen kurzen Abstecher zu unseren persönlichen Highlights.

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Welcome to IBC

Richtig los ging es am Samstag. Im ersten Panel des "Rising Stars Programms" ging es um das Erreichen von Zuschauern rund um die Welt und was dafür nötig ist. Sprecher waren Dean Johnson, Steve Shannon, Michael Shagoury und Eric Black (CTO NBC Sports digital). Interessantester Redebeitrag hier war der von Michael Shagoury. Shagoury ist Executive Producer für AJ+, dem Online-News-Portal für Digital Natives und Millenials von Al Jazeera Media Network. AJ+ gewann einen Webby für ihre Berichterstattung zur Flüchtlingskrise.

Um Zuschauer rund um den Globus zu gewinnen macht AJ+ folgendes:

1. Optimierung für die einzelnen Sozialen Medien.

2. Stories müssen dem User/ Zuschauer gefallen.

3. Shares sind wichtiger als Views und Likes.

4. Man sollte immer die Plattformen und deren Algorithmen im Blick haben.

5. Inhalte sollten durch Zuschauer produziert werden.

Im zweiten Panel ging es um das Handwerkszeug das für die Roboter-dominierte Zukunft notwendig ist. Sprecher in diesem Panel waren Elisabetta Romano, Guillaume de Saint Marc, Laura Williams Argilla, Alexander McWilliam und Geoffrey van Meer. Hier stach eine Aussage von Alexander McWilliam heraus. McWilliam erwähnte, dass es auch bei der Arbeit mit großen Unternehmen immer mal wieder zu kleinen Fehlern kommt. So kam es einmal dazu, dass bei der Digitalisierung eines Filmes, dieser mittendrin den Vorspann abspielte und der Prozess erneut gestartet werden musste. Das verwendete System hatte diesen Fehler nicht erkannt. Seiner Meinung nach müssen automatisierte Prozesse weiterhin vom Menschen überwacht werden.

Das letzte Panel, das wir am Samstag besuchten, überzeugte durchweg durch die eingeladenen Sprecher. Danny Melger berichtete über seine Erfahrung als Regisseur von TV Formaten. Zur Zeit produziert er Champions League Fußballspiele, für die kommende Saison haben Melger und sein Team die Produktionstechnik umgestellt. Dadurch sind sie jetzt in der Lage, aufregendere Bilder für die Berichterstattung zu produzieren. John Maxwell Hobbs sprach über die Notwendigkeit von "Kreativen"-Ingenieuren, wie sie auch in der Musik vorkommen. Toningenieure sind maßgeblich am Klang eines Albums beteiligt und erfahren eine gewisse Wertschätzung. Diese Wertschätzung sollte auch den kreativen und technikaffinen Ingenieurinnen und Ingenieuren in allen Bereichen der Medienproduktion zu teil werden. Michael Geissler berichtet über seine Erfahrung bei der Entwicklung von Tracking-Systemen für Kameras. Die Mo-Sys Produkte bestechen vor allem durch ihre Präzision, wir hatten das Glück die Produkte in Aktion sehen zu können.

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v.l. Olaf Erler, Fabian Schneider und Prof. Stefan Albertz im Gespräch vor Ort

Nach viereinhalb Stunden voller Information machten wir uns auf den Weg weiter das Messegelände zu erkunden. Bei Nokia konnten wir die Nokia Ozo kennenlernen, eine VR-Kamera. Der VR-Live-Stream und ein Kurzfilm zeigten die Zukunft der Unterhaltung. In der Future Zone wurde weitere Entwicklungen gezeigt, die zum Teil noch in den Kinderschuhen stecken, aber zeigen was heute schon möglich ist. Hier dominierten vor allem die Themen VR & AR. An den Ständen von ARRI, Canon, RED und BlackMagic Design konnten wir die Neuheiten der Kameraentwicklung ausprobieren.

Am Sonntag nahmen wir an den Messeführungen teil. Rich Welsh führte uns zu den Technik Highlights der Messe, so konnten wir 4k und 8k-Schnittsysteme in Aktion sehen und Rich Welsh erzählte uns von den Schwierigkeiten die diese hohen Auflösungen mit sich bringen. Barney McCann zeigte uns die kreativen Highlights der IBC. So konnten wir bei Sony eine VR Umgebung für Fußballspiele ausprobieren. In dieser virtuellen Stadionkabine waren die Freunde per Social Network zu geschaltet.

Am Montag, 12.9. folgte dann der Abschluss der IBC. Durch unsere Teilnahme am Rising Stars Programm hatten wir das Glück, Dolby-Tickets für die "The Revenant" Vorführung zu erhalten. Der Film wurde in Dolby Vision und Dolby Atmos vorgeführt. Ich habe noch nie eine derart beeindruckende digitale Filmprojektion erlebt. Doch diese Projektion wurde nur noch durch den Klang übertroffen, ich hatte zwischenzeitlich das Gefühl das Vogelgezwitscher im Saal und nicht im Film zu hören.

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Beeindruckende Filmvorführung: The Revenant in Dolby Vision und Dolby Atmos.

Mein Fazit zur IBC: Ohne die Teilnahme am Rising Stars Programm hätte ich all diese Eindrücke nicht gewinnen können bzw. in eingeschränkter Form. Seit dem Besuch der IBC ist mir auch klar welches Studienziel ich verfolgen werde. Daher kann ich den Besuch der IBC jedem Studierenden in den Studiengängen "Computervisualistik und Design" und "Interaktionstechnik und Design" empfehlen.

© 2018 Hochschule Hamm-Lippstadt

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