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Forschen bei unseren österreichischen Nachbarn

Mein Name ist Daniel Klein und ich studiere "Umweltmonitoring und Forensische Chemie" im 5. Semester. Im Rahmen dieses Studiums kann man sich ab dem 5. Semester für die Vertiefung "Lebensmittel- und Umweltanalytik" oder "Chemische Forensik" entscheiden. Meine Wahl fiel ziemlich schnell auf die "Chemische Forensik". Somit beginne ich die Vertiefung mit einem Praxis- bzw. Auslandssemester und habe mich für ein Praktikum im Institut für Atemgasanalytik der Universität Innsbruck entschieden. Glücklicherweise hatte ich die Möglichkeit, mir das Institut vor dem eigentlichen Praktikum anzugucken und meine zukünftigen Kollegen und Kolleginnen kennen zu lernen. Hierzu kann ich kurz sagen, dass ich mich zu Beginn schon herzlich aufgenommen fühlte.

Daniels Fotoeindrücke

Ich bin vor dem Swarovski-Riesen bei den Swarovski-Kristallwelten.

Innsbruck (574 Höhenmeter) von oben auf der Höttingeralm (1487 Höhenmeter)

Mein (größtenteils) tägliches Werkzeug: Von dem Gasbeutel (rechts) durch das ChemProDM (links) in den Aldehydsensor (Mitte).

Einstieg in den Forschungsalltag

Man sollte nicht meinen, dass die Kommunikation bei unseren österreichischen Nachbarn einfach ist. Im Gegenteil. Werden Geräte erklärt, so geschieht dies entweder mit dem „normalen“ österreichischen Akzent oder, noch ungewohnter, auf Englisch. Man gewöhnt sich dennoch schnell daran, dass viel in Englisch gesprochen wird und übernimmt es für sich selber.

In der medizinischen Forschung darf man keine Berührungsängste mit den unterschiedlichsten Proben haben (z.B. Urin, Blut, usw.). Um die Systeme kennen zu lernen, sollte ich zu Beginn des Praktikums Atemgas- und Urinproben von mir selber und meinen Kollegen und Kolleginnen untersuchen. Hierbei bedarf es einiger Überwindung, die neuen Kolleginnen und Kollegen um die Proben zu bitten. Die Systeme, mit denen ich in dem Labor arbeite sind Ionenmobilitätsspektrometer (IMS), Protone-transfer-reaction – Time-of-Flight – Massenspektrometer (PTR-TOF-MS) und Gaschromatograph-Massenspektrometer (GC-MS). Auf diese Systeme wird man durch die Lerninhalte der vorangegangenen Semester gut vorbereitet.

Manchmal nützt die beste Planung nichts. Das habe ich gemerkt, nachdem eine Analyse nicht das gewünschte Ergebnis geliefert hat. Jedoch konnte ich an dem Punkt auch auf Wissen aus dem Studium zurückgreifen. Das Motto lautet: Methodenentwicklung. Natürlich muss man dann nach der Entwicklung für ein Probengemisch die einzelnen Substanzen kalibrieren, bevor man genaue Aussagen über eben dieses Gemisch treffen kann. Von der ersten Messung an, noch vor der Entwicklung, bis hin zur letzten Messung nach dieser Entwicklung können gut und gerne mal mehrere Wochen vergehen.

Innsbruck – eine Stadt umgeben von Bergen

Obwohl ich zu den wenigen Menschen gehöre, die nicht so sehr Skibegeistert sind, heißt es nicht, dass ich im schönen Tirol nichts erleben kann. Nebenbei bemerkt war ich eh außerhalb der Saison da. In den Bergen kann man auch wunderbar die Landschaft beim Wandern genießen oder man sucht sich einige der zahlreichen Sehenswürdigkeiten aus, z.B. Freilichtmuseen in den Bergen, Landesmuseen. In der Nähe von Innsbruck, in Wattens, hat die Firma Swarovski ihren Sitz und bieten mit den Kristallwelten auch eine wunderbare Pilgerstätte.

Summa summarum

Die Erfahrung kann mir keiner mehr nehmen. Ich bin froh, die Möglichkeit für das Auslandspraktikum genutzt zu haben und kann es jedem nur empfehlen, der sich nicht scheut, neue Kulturen und ein neues Land kennen zu lernen und gegebenenfalls auch für sich zu entdecken.

Ein Beitrag von Daniel Klein, 5. Semester "Umweltmonitoring und Forensische Chemie", vom 05.01.2018.

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