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Stefan Albertz

International Broadcasting Convention 2017

Ein Rückblick

Die "International Broadcasting Convention" 2017 in Amsterdam, kurz IBC, bot gleich mehrere Highlights.

Die "International Broadcasting Convention" 2017 in Amsterdam, kurz IBC, bot durch den ersten Dokumentarfilm in Dolby Vision, mit Virtual Reality in jeder Ecke, 8K-Kameras und Fernsehern und dem "Event Cinema on Steroids", gleich mehrere Highlights. Wie bereits im Jahr zuvor durften mein Kommilitone Fabian Schneider und ich, Olaf Erler, als "Computervisualistik und Design" Studenten, hinter die Kulissen der IBC schauen.

Am Samstagnachmittag stellte sich das Unternehmen Arnold & Richter Cine Technik aus München der Aufgabe, die Filmproduktion auf den Kopf zu stellen, indem sie den ersten Dokumentarfilm in Dolby Vision vorstellten. Die Geschäftsführer Arnold und Richter waren selbst Filmschaffende und konnten durch ihren direkten Bezug zum Film die Technik schaffen, welche heute weltweit geschätzt wird. Ausgestattet mit Kameras, wie der Amira, das Flaggschiff oder der Alexa 65, lud der Messestand zum Ausprobieren ein. Ebenso durfte ein Blick auf das neue Skypanel S360-C geworfen werden – einen LED-Scheinwerfer, der mit 1500W Leistung die gleiche Helligkeit erzeugt, wie eine klassische 5kW Brennerlampe. Die zwei jungen Münchener Filmenthusiasten feierte zudem das 100-jährige Bestehen der Firma und ließen die gesamte Industrie mitfeiern.

Olafs Fotoeindrücke

Gruppenbild IBC2017

Fabian Schneider und Henning Raedlein, Head of Digital Workflow Solutions ARRI

Virtuell Reality (VR) wurde am Stand von Sony  in Form einer virtuellen Stadionkabine präsentiert, wozu wir im letzten Jahr noch einen exklusiven First-Look erhielten. Außerdem gab es einen 360°-Video-Rig, welcher mit zwölf Kameras bestückt ist und somit eine beeindruckende sphärische 12K-Auflösung erzeugt. Technicolor berichtete in mehreren Panels über die kreativen und technischen Herausforderungen bei einer Produktion für VR- und 360°-Video. Die Ozo+, vorgeführt von Nikon, überzeugte durch die erstaunliche und einfache Handhabung der Software zum Erzeugen von 360°-Aufnahmen. "Zum Einsatz kam das Produkt bei dem diesjährigen Champions League Finale, welches ein Mammutprojekt gewesen ist", so der CVD-Student Moritz Hunke. In einem Panel erklärte Andy Beale von BT Sports, wie sie dies realisierten. Insgesamt nutzte das Unternehmen 130 Kameras und strahlte das Finale in HDR und immersiven Audios aus. Zwölf der Nokia Ozo wurden direkt am Spielfeld positioniert und ließen den Zuschauer, durch zuvor verteilte VR-Brillen für Android Handys, in eine virtuelle Welt eintauchen. Die Möglichkeiten für VR und 360°-Video in der breiten Masse sind da, jetzt fehlen nur noch die richtigen Inhalte. Allerdings erfuhren wir in den letzten Tagen, dass Nikon die Entwicklung der Ozo eingestellt hat.

Die IBC hatte aber noch weitaus mehr zu bieten. Eyecatcher waren der größte Kamerakran der Welt oder auch die HDR-Monitore der Firma EIZO. In der Futurzone konnten ein holographisches Display und ein 8K-Fernseher bestaunt werden, der gerade einmal zwei Zentimeter tief war. Auch das Unternehmen Putterfish  zeigte dort ihre sphärischen Displays, welche für die Darstellung von 360°-Videos bestens geeignet sind.

Von der Projektmanagerin der IBC Jay Sakallioglu, erhielt ich am Sonntag vor der Messe eine E-Mail mit dem Hinweis, dass ich mich für das "Start-Up-Forum" bewerben könnte. Nach der anfänglichen Skepsis entschied ich mich für die Teilnahme. Betreut wurden die Volunteers von Joppe Quaedvlieg, der für die finnische Start-Up-Plattform "Media Honeypot" arbeitet. Diese bringt seit 2016 erfolgreich junge Unternehmen mit Investoren zusammen und war dieses Jahr erstmalig auf der IBC. Da ein Teilnehmer kurzfristig abgesagt hat, sprang Fabian für ihn ein und kümmerte sich, zusammen mit mir, um die Dealrooms. Unsere Aufgabe bestand darin, die zuvor terminierten Start-Ups mit den Investoren an einen Tisch zu bringen und so einen reibungslosen Ablauf zu realisieren. Durch die Teilnahme an dem Start-Up-Forum bekamen wir die Möglichkeit, neue Kontakte knüpfen, die uns in Zukunft helfen können. Ein Sprecher auf dem Forum war unter anderem Prinz Constantijn von Oranien-Nassau, der Prinz der Niederlande, was schon beeindruckend ist.

Mit dem Film "War for the Planet of the Apes" leitete die IBC am Montag ihr Ende ein. Natürlich wieder als State-of-the-Art Vorführung in Dolby Vision und Atmos. Alles in Allem war auch in diesem Jahr der Besuch ein voller Erfolg. Mit einer atemberaubenden Menge an Input in Bezug auf die kommende Technik lohnt sich die Reise nach Amsterdam vor allem für Studierende der Studiengänge !Computervisualistik und Design" und "Interaktionstechnik und Design".  Wer rechtzeitig bucht, kann sogar kostenlos in diese wunderbare Messe eintauchen und tolle Menschen kennenlernen. Die Registration zur IBC 2018 ist seit Mitte Mai möglich. 

Ein Bericht von Olaf Erlern, 8. Semester "Computervisualistik und Design", vom 29.05.2018

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