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Praktikum in der Regenbogennation Südafrika

Mein Name ist Marieke Zerna und ich studiere Interkulturelle Wirtschaftspsychologie im 5. Semester. Der Wunsch, einen Auslandsaufenthalt in Südafrika und insbesondere Kapstadt zu verbringen, kam schon lange vor meinem Studium auf. Im Rahmen des Praxissemesters konnte ich ihn endlich in die Tat umsetzen.

Bevor das Praktikum aber wirklich losging, habe ich in drei Wochen und etwa 3000 Kilometern das Land zwischen Johannesburg und Kapstadt bereist. Zwischen dem drittgrößten Canyon der Welt, zahlreichen Nationalparks und traumhaften Stränden war die Safari im Krüger Nationalpark das größte Highlight – und die Ankunft in Kapstadt.

"Wer einmal nach Kapstadt kommt, der kommt immer wieder"

Diesen Spruch, den ich vor und auf meiner Reise ständig gehört habe, kann ich nun selbst bestätigen. Wälder, Parks, Strände und nicht zuletzt die umgebenden Berge, prägen das Stadtbild und beleben das Sport- und Freizeitleben. Daneben sorgen Restaurants und Bars aus aller Welt, Clubs, sämtliche (Food)Märkte, Weinfarmen, Konzerte und Museen für die unglaubliche Vielfalt, die Kapstadt ausmacht.

Und diese findet sich auch in der Kultur wieder, besser gesagt also in den vielen Kulturen. Was alle gemeinsam haben ist das Zeitgefühl – man muss sich daran gewöhnen, dass die Uhren in Südafrika anders ticken und Bürokratie hier und da ein Fremdwort zu sein scheint. Doch davon abgesehen schätze ich besonders: die große Hilfsbereitschaft, Offenheit und Gastfreundschaft. Ich habe mich von Anfang an willkommen gefühlt und in vielen Gesprächen mehr über das Land lernen dürfen. Zusammen mit einer Freundin wurde ich ins Haus einer Familie der Xhosa eingeladen, die uns beim gemeinsamen Kochen über Zeremonien wie Hochzeit und "Mannwerdung" erzählt haben.

Und sie haben uns durch ihr Zuhause, das Township Langa geführt, welches die etwas anderen Seiten der Stadt aufzeigt. Noch von der Apartheid geprägt, gibt es große soziale Ungleichheiten – Luxusvillen auf der einen und Blechhütten auf der anderen Seite der Stadt haben mich durchaus zum Nachdenken gebracht und viele unserer eigenen Privilegien schätzen lassen. Doch obwohl Kinder mit ihrem Fußball aus Müll spielen mussten, haben wir überall freudige Menschen gesehen – laute Musik, Tanz und gemeinsames "braai" (grillen).

Mariekes Fotoeindrücke

Das Praktikum

Bei Black Pen Legal and Recruitment habe ich einen Einblick in die internationale Personalvermittlung bekommen. Ich habe das "screenen" der deutschen und teilweise südafrikanischen Bewerbungen übernommen, einige Interviews geführt und einen Workshop über die professionelle Erstellung eines Lebenslaufs gehalten. Und auch wenn ich mich später nicht in der Personalbeschaffung sehe, kann ich wichtige Erkenntnisse und Fähigkeiten mitnehmen. Das internationale Team hat mich von Anfang an herzlich aufgenommen und ich werde meine Kollegen definitiv vermissen!

Ein bisschen was mit nach Hause nehmen …

Es ist nicht alles perfekt, wenn auf der Arbeit mal nichts zu tun ist, die Kakerlaken das Haus befallen oder das Heimweh an Weihnachten plötzlich groß ist. Aber ich würde die Chance jederzeit wieder wahrnehmen, so viel über ein Land und auch mich selbst zu lernen. Und wenn ich den Sommer hier verlasse, dann hoffe ich ein Stück des südafrikanischen Lebensgefühls, die Freude und Freundlichkeit der Menschen mit nach Hause nehmen zu können.

 Ein Bericht von Marieke Zerna, 5. Semester "Interkulturelle Wirtschaftspsychologie"  , vom 04.02.2019.

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