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Ubud Reisterrassen
Sonja Liene

Studieren auf der Insel der Götter – Om Swastiastu und Grüße aus Bali!

Als Studentin der Universitas Warmadewa habe ich mein Wintersemester 2019/20 bei 30 Grad Celsius und Sonnenschein auf der bekanntesten Insel Indonesiens verbracht. Ob es sich dabei wirklich um ein Auslandssemester im "Eat, Pray, Love" – Style handelt und warum Bali durchaus Mee(h)r zu bieten hat, erfahrt Ihr hier!

Die Vorgeschichte: Ich bin Sonja, 25, studiere "Interkulturelle Wirtschaftspsychologie" und lasse mich für neue Kulturen, warmes Wetter und Auslandssemester begeistern. Schnell war klar, dass Asien der Kontinent der Wahl ist und mithilfe der Agentur Asia Exchange ging die Vermittlung an eine passende Hochschule flott über die Bühne. Ehe ich mich versah, saß ich also Anfang September rund 15.000 km von der HSHL entfernt in einem (klimatisierten) Auditorium zur Begrüßungszeremonie auf Bali.

Wie kann man sich Uni auf Bali vorstellen? Andere Länder, andere Sitten! Im Studium wird ein hoher Fokus auf Assignments und Projekte gelegt, welche neben den Midterm und Final Exams einen Großteil der Benotung ausmachen. Ebenso ist eine Anwesenheit von mindestens 75% erforderlich, um die Kurse zu bestehen. Zusätzlich zu klassischen Business - Kursen aus dem Warmadewa International Programm habe ich an einem Business-Foundation-Programm teilgenommen, bei dem wöchentliche Company Visits anstehen. Für Business-Erfahrungen aus erster Hand hat Bali dabei als weltweiter Hotspot für Digital Nomads und Startups viel zu bieten. Entsprechend waren die Vorträge der Unternehmerinnen und Unternehmer nicht nur besonders praxisnah, sondern auch von hoher Aktualität und Relevanz. Ein Highlight war für mich das Startup Zero-Waste Bali, dessen Gründerin innerhalb von 1,5 Jahren bereits 3 Filialen auf Bali eröffnet hat und sich vielfältig in der Aufklärung für mehr Umweltschutz engagiert. Das Ausmaß der Umweltverschmutzung, insbesondere der Meere, ist in Indonesien besonders akut und die Situation live vor Ort mitzuerleben zählte definitiv zu den prägenden Erlebnissen während meines Semesters. Bilder in den Medien zu sehen ist letztlich kein Vergleich zu der Erfahrung selbst auf dem Surfboard zu sitzen und von einer Welle mit Plastik überrollt zu werden, bei der einem Trinkbecher, ganze Plastikeimer und Whiskas-Katzenfuttertüten um die Ohren wirbeln.

Sonjas Fotoeindrücke

Ubud Reisterrassen

Kuta Beach, Regenzeit

Der Campus der Warmadewa Universitas ist inmitten von Denpasar, Balis Hauptstadt, gelegen und fast alle Studierenden kommen mit dem Scooter. Entsprechend wird jeder Fleck auf dem Campus bis hin zum Tenniscourt als Parkplatz genutzt. Meine ersten Fahrten zur Uni im indonesischen Traffic und ohne Orientierungssinn waren dabei nicht nur wettertechnisch eine schweißtreibende Angelegenheit. Schnell durfte ich jedoch merken, dass auch im Straßenverkehr das balinesische "Go with the flow" der Schlüssel zum Erfolg ist. Dieses Motto hat sich für mich in so ziemlich jeder Lebenslage auf Bali bewährt. Im ersten Augenblick fehlte mir vor Ort die (typisch deutsche) Effizienz an allen Ecken und Kanten, doch bald folgte die Erkenntnis, dass Balinesen vielleicht einiges anders angehen, allerdings am Ende nicht weniger produktiv sind. Vor allem die Universitas Warmadewa zeigte stets eine hohe Reaktivität und Lösungsorientierung, zum Beispiel als die Visaagentin der Hochschule mit dem Geld der Studierenden kurz vor Semesterende durchgebrannt ist. Ein bisschen Kulturschock gehört eben immer dazu.

Mein Fazit: Es lohnt sich! Der Uni-Alltag lässt genug Zeit für Wochenendtrips, Yoga-Kurse und Kokosnüsse in der Lieblingsstrandbar. Das paradiesische Inselleben wird also nicht zu kurz kommen und die Erfahrungen mit Land und Leuten können auch für die Karriere vorteilhaft sein. Wusstet Ihr zum Beispiel, dass Indonesien nicht nur der größte Inselstaat, sondern auch der 4. bevölkerungsreichste Staat weltweit ist? Da lohnt sich der Bahasa Indonesia Sprachkurs einmal mehr. Auch finanziell hat mich Indonesien mit vergleichsweise geringen Studien- und Lebenshaltungskosten überzeugt. Zusätzliche Unterstützung gibt es z.B. durch das Auslands-BAföG und das PROMOS-Stipendium, um den Traum vom Auslandssemester wahr werden zu lassen.

Ohnehin unbezahlbar sind die unzähligen Erinnerungen, einmaligen Erlebnisse und allen voran neuen Freundschaften aus Taiwan, Finnland und dem Rest der Welt, die ich mit nach Deutschland nehme. In diesem Sinne – Terima Kasih Bali und Sampai Jumpa!

Bei Fragen rund um ein Studium auf Bali und zu meiner Zeit im Auslandssemester könnt Ihr mich gerne kontaktieren.

Ein Beitrag von Sonja Liene, 5.Semester "Interkulturelle Wirtschaftspsychologie", vom 31.01.2020.

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