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Wer sein Elektromobil liebt...

...ist flexibel und kreativ

Das ist das Motto – zumindest für den Start in Deutschland – unserer zweiten "Testfahrt in die Zukunft". Mit dem Ziel, unterwegs an Bord die Akkus unseres Stromos wieder aufzuladen, hatten wir gemeinsam mit der DB AutoZug GmbH die Reise nach Alessandria in Piemont per Autozug durchgeplant. Von dort geht die eigentliche alpine Teststrecke dann weiter nach Monaco und Frankreich.

Ursprünglich war das Autozug-Terminal Hildesheim als Startpunkt der Reise geplant, denn mit einer Entfernung von ca. 170 km ist die Strecke von Lippstadt mit einem Elektroauto für eine Tagestour zwar ordentlich, aber auch nicht zu lang, sodass wir mit einer Aufladung unterwegs, die immerhin bis zu vier Stunden dauert, bequem dorthin gelangt wären. Dann kam die Programmänderung: Hamburg statt Hildesheim.

Ca. 300 km Strecke! Mal eben eine knappe Verdopplung der Kilometer. An sich, mit einer konventionellen Antriebsart kein Problem. Mit einem Elektroauto jedoch eine echte Herausforderung: 300 km Distanz bedeuten, drei Mal laden unterwegs. Vier Stunden jeweils an der Ladestation, also in Summe 12 Stunden, plus Fahrzeit. Da summiert sich die Fahrzeit schnell auf 14-15 Stunden auf. Bei einer geplanten Ankunft in Hamburg um 10 Uhr hätten wir also die gesamte Nacht durchfahren müssen.

Aber warum jetzt Hamburg?

Zunächst einmal möchten wir betonen, dass die DB AutoZug GmbH unsere Projekt-Idee mit Begeisterung aufgenommen hat. Neben der Übernahme der Kosten für die Tickets ist besonders die technische Unterstützung hervorzuheben. Denn das elektrische Laden auf dem Autozug stellt eine Premiere dar und die Fahrzeugtransportwagen sind bislang nicht für diese Anforderungen ausgelegt. Eine kreative Lösung für unseren Piloten wurde schnell gefunden: Der Stromos fährt als erstes Auto auf den Autozug und wird für diesen einmaligen Test mit einem Spezialkabel mit Strom aus dem vorderen Personenwagen versorgt. Wir waren begeistert – ein großes Dankeschön an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den Bereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie der Technik der DB AutoZug GmbH, die diese einmalige Möglichkeit des Ladens erarbeitet haben.

German E-Cars, der Hersteller des Stromos, hat dafür einen Extra-Adpater angefertigt und die im Elektroauto befindlichen Ladegeräte, die sogenannten On-Board-Charger, so programmiert, dass die zulässige Stromstärke, die hierfür zur Verfügung steht, nicht überschritten wird. Diese Sonderlösung wird nicht in den Regelbetrieb übergehen, ist aber wichtig, um diesen Test überhaupt durchführen zu können.

Störung im Betriebsablauf

Dann kam die Nachricht, dass die sich die Verladung in Hildesheim nicht realisieren lässt, da dort bereits Fahrzeugtransportwagen aus Hamburg an den letzten Personenwagen gekoppelt sind. Unser Stromanschluss wäre somit zu weit entfernt. Ein Umrangieren in Hildesheim hätte mindestens 30 Minuten in Anspruch genommen und zu einer deftigen Verspätung geführt. Das wollen wir den anderen Fahrgästen nicht zumuten.

Alles ist gut

Bleibt also nur Hamburg und da fahren wir nun hin, damit wir unser Projekt wie geplant mit allen Messdaten durchführen können. Allerdings wird der Stromos nicht auf den eigenen vier Rädern nach Hamburg rollen, sondern ganz "entspannt" auf einem Autotransporter dorthin gelangen, während wir die Bahn zur Anreise nach Hamburg nutzen. Am Ende ist alles gut und wir freuen uns, wenn es jetzt endlich bald losgeht und natürlich auf die Premiere des elektrischen Ladens eines Elektroautos auf dem Autozug der DB.

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