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Hochschule Hamm-Lippstadt

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Zwischen Wüste und Hochschule

 سلام عليكم (Salam alaykum) liebe Studierende! Mein Name ist Cornelius Homolka und ich studiere "Materialdesign - Bionik und Photonik" im sechsten Semester. Das vergangene Auslandssemester habe ich an der GJU, der German Jordanian University in Jordanien verbracht. Für alle die nicht wissen wo Jordanien liegt, es jetzt erst einmal nachschauen und die angrenzenden Länder bemerken – wie Israel, Irak und Syrien – ich kann Euch beruhigen: Nein, es ist nicht gefährlich dorthin zu reisen.

Warum Jordanien? Ich wollte unbedingt ins Ausland und zwar in ein Land, das möglichst wenig mit der westlichen Kultur zu tun hat, und wollte einfach mal was Neues ausprobieren. Ein Auslandssemester an der GJU war deswegen die beste Option.

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Der Campus der GJU


Die Vorlesungssprache dort sei Englisch und es gebe eine große Anzahl an Kursen, aus der man wählen kann, hieß es vorab. Das stellte sich dann jedoch als nicht ganz korrekt raus. Die Vorlesungssprache ist größtenteils Englisch, manchmal aber auch Arabisch und die Kurse waren teilweise schon voll als ich dort ankam. Manche Seminare kann man auch nur im Sommersemester belegen. Zu den Kursen, die man wählen kann, kommt dann auch noch ein Pflicht- Arabischkurs hinzu. Ein bisschen flexibel muss man eben schon sein.

Das Studieren an sich war für mich dort mehr, als würde man wieder zur Schule gehen. Alles ist etwas strenger, man darf kein Handy während der Vorlesung benutzen, es gibt Anwesenheitspflicht und es gibt ein oder zwei Prüfungen innerhalb des Semesters in jedem Fach. Zu viel Freizeit steht einem deswegen nicht zu Verfügung. Trotz allem habe ich natürlich Zeit gefunden, um die vielen Sehenswürdigkeiten in Jordanien zu besuchen. Da ich ein Fan von trockeneren Regionen bin, sind die Ausflüge in das Wadi Rum, eine der schönsten Wüstenlandschaften der Welt, eines meiner Highlights, an die ich mich noch lange erinnern werde! Vor allem die Übernachtungen in der Wüste mit Beduinen, den Wüstenvölkern, und in der Nacht den atemberaubenden Sternenhimmel zu sehen, werde ich so schnell nicht vergessen. Auch der Ritt auf einem Dromedar war eine ganz neue Erfahrung für mich.

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Die Wadi Rum Wüste


Wer mehr an geschichtlichen Dingen interessiert ist, muss von Wadi Rum aus nicht viel weiter fahren um in die Felsenstadt Petra, eines der neuen sieben Weltwunder zu gelangen. Auch wenn der Eintritt etwas teuer ist, der Anblick einer antiken Wüstenstadt, die komplett aus dem Stein gemeißelt wurde, ist sehr beeindruckend. Natürlich gibt es an historischen Bauten noch eine Menge mehr zu sehen, da die Geschichte Jordaniens bis in die Steinzeit zurückgeht. Kleinere Ausflüge wie ans Tote Meer (dem tiefsten Punkt der Erde), abends nach Amman oder auch zum gemütlichen Shi Sha Rauchen waren während meines Aufenthaltes dort keine Seltenheit.

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Römisches Theater, Amman


Meine Kommilitonen waren insgesamt sehr unternehmungsfreudig. Die jordanischen Studenten an der GJU und auch große Teile der jordanischen Bevölkerung können im Allgemeinen sehr gut Englisch, sodass die Kommunikation mit ihnen kein Problem darstellte. Im Gegenteil – da sie im Rahmen ihre Studiums alle ein Jahr nach Deutschland müssen, wollten sie meist mit mir Deutsch reden. Das hat dann dazu geführt, dass sich meine Englischkenntnisse nicht so sehr verbessert haben wie erhofft.  

Alles in allem war es eine gute Entscheidung, das halbe Jahr in Jordanien zu verbringen. Ich habe neue Erfahrungen gesammelt, habe gelernt mit manch schwieriger Situation umzugehen und ich habe viele neue, nette Leute kennengelernt. Für jeden, der mit dem Gedanken spielt ins Ausland zu gehen, kann ich es nur empfehlen.

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