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Hochschule Hamm-Lippstadt

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Aloha e komo mai i ka palekaiko

Hallo und Willkommen im Paradies

Ab auf die Insel

Ganz spontan habe ich, Studentin damals 4. Semester Computervisualistik und Design, den Plan, ein Praktikum zu machen, über Bord geworfen. Mir war bewusst geworden, dass ich die Chance ein Auslandssemester zu machen nur während des Studiums habe und die Zeit nach dem Studium wahrscheinlich ohnehin mit einer Menge Praktika verbringen werde.

Die Entscheidung für den Zielort war nur an ein paar Bedingungen gebunden: Die Uni und die Fächerkombination sollten meinen Vorstellungen entsprechen, es sollte warm sein und ein Ort, an dem ich vorher noch nicht war. Da die Zeit ein wenig knapp wurde und die Bewerbungsfrist für die meisten Universitäten bereits vorbei war, fiel meine Wahl auf die Hawaii Pacific University. Eine sehr durch ihre Internationalität geprägte Uni.

Downtown Honolulu

Bei der Einreise wurde ich gefragt, was der Grund für meinen Aufenthalt auf Hawaii sei. Auf meine Antwort "Studieren" bekam ich nur ein zwinkerndes "Was denn? Surfen?" zurück. Das beschreibt auch alle Reaktionen, die ich davor bekommen habe. "Studieren auf Hawaii, kann man das überhaupt?"

Die ersten zwei Wochen haben sich jedenfalls dadurch ausgezeichnet: Traumhaftes Wetter, wunderschöne Landschaften, mein Apartment nur fünf Minuten vom Strand entfernt. Es war wie Urlaub, nur besser, weil es zeitlich nicht begrenzt schien.

Diamond Head mit Blick über Honolulu

Diamond Head mit Blick über Honolulu

Spannende neue Erfahrungen

Doch dann fing die Uni an und es war komplett anders, als das, was ich gewohnt war: Anwesenheitspflicht, Hausaufgaben, wöchentliche Abgaben, Tests während des Semesters...

Nachdem ich den ersten Schock verdaut hatte, wurde mir nach und nach bewusst, dass es nun leider vorbei war mit dem entspannten Strandurlaub. Eine Aufgabe jagt die nächste. Es gibt keinen kurzen Moment, in dem man entspannen könnte. Die Aufgaben sind sehr zeitaufwendig, aber dafür teilweise nicht sonderlich anspruchsvoll. Besonders nicht im Vergleich zu meinem Studium in Deutschland.

Am Interessantesten und Ungewohntesten sind die Aufgaben in dem Fach Creativity. Zu Anfang jeder Stunde sitzen wir gespannt da und warten, was wir wohl in der heutigen machen werden. Anstatt eines Tests sollten wir zum Beispiel Restaurantkritiker spielen und eine anschauliche visuelle Kritik gestalten. Zu Halloween haben wir einen thematisch passenden Kurzfilm gedreht - mit uns als Autoren, Regisseure, Kameraleute und Schauspieler, natürlich in passender Halloween Verkleidung. Wir haben Prototypen für neue Portemonnaies gebastelt und ein Jingle für Slurpees (eine Art Wassereis) zur Melodie von Taylor Swifts 'Shake It Off' (welches mir bis zu diesem Zeitpunkt noch unbekannt war, aber jetzt wahrscheinlich für immer in mein Gedächtnis gebrannt ist) geschrieben. Wir haben im Unterricht Pizza gegessen und Fragen dazu beantwortet während wir dabei gefilmt wurden. Passend zu Thanksgiving sollten wir uns alle auf den Boden setzen und uns gegenseitig Komplimente machen.

Präsentation unseres Halloween Filmes in fast kompletten Kostümen

Präsentation unseres Halloween Filmes in fast kompletten Kostümen

Es ist wirklich ganz anders, als in good old Germany.

Aber ich bin gespannt, was mich in den letzten Wochen noch erwartet und hoffe, dass ich noch die Zeit dafür finden werde, auch die anderen Inseln zu erkunden.

Sonnige Grüße,

Anica

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