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Auf nach China: Ich packe meinen Koffer und nehme mit...

Woran man bei der Planung eines Auslandssemesters auf jeden Fall denken sollte

Kurz vorab: Allen Studierenden, die sich vorstellen können ein Semester im Ausland zu studieren, gebe ich folgenden Rat: Fangt früh genug mit der Organisation an! „Früh Genug“ bedeutet ungefähr ein Jahr bevor ihr ins Ausland gehen wollt. Denn während der Vorbereitungszeit muss man natürlich auch weiter studieren, lernen und die Prüfungen bestehen – und Hektik ist hier nicht von Vorteil.

Ich werde mein Auslandssemester in China verbringen – fünf Monate lang, bis Ende Januar 2012, ist die Mega-Metropole Chongqing mit fast 32 Millionen Einwohnern meine Heimat. Morgen sitzen wir schon im Flieger. Über den fernen Osten wusste ich bisher persönlich wenig. Als Frau Morzick aus dem International Office uns jedoch von der Möglichkeit erzählt hat, an der "Chongqing University of Posts and Telecommunications" zu studieren, haben meine Kommilitonen und ich sehr spontan entschieden, uns auf dieses Abenteuer einzulassen.

Allein und nicht zu Haus

Als Student, der noch bei den Eltern wohnt, merkt man erst bei der Vorbereitung des Auslandsaufenthaltes, dass das Leben allein und dann gleich in China ziemlich hart werden kann. Plötzlich muss man sich mit Themen beschäftigen und Entscheidungen treffen, über die man vorher nie nachgedacht hat: wo werde ich wohnen, wie verständige ich mich mit den Leuten, wie komme ich mit dem Geld aus, und finde ich mich überhaupt in der fremden Kultur zurecht?

Sefa Arslan

Die chinesische Kultur habe ich durch Literatur und inzwischen auch durch chinesische Freunde versucht kennen zu lernen, denn ich bin der Meinung, man sollte sich vorab mental auf kulturelle Unterschiede vorbereiten. Vor Ort wird für mich die Schriftlichkeit komplett entfallen, da ich die chinesische Schrift nicht lesen kann. Der Chinesischkurs, an dem ich in Hamm teilgenommen habe, hat zwar einen ersten Einblick in das Funktionieren der Sprache gegeben, aber auf Chinesisch unterhalten kann ich mich längst nicht. In Chongqing werde ich daher weiterhin einen Sprachkurs besuchen. Ich hoffe, dass ich mit meinen Englischkenntnissen zunächst auskommen werde. Mein Tipp an andere Studierende: Verschafft euch schon in Deutschland sprachliche Sicherheit, indem ihr euch durch Kurse und Selbststudium vorbereitet.

Geld und Gesundheitstests

In der Vorbereitung eures Auslandsaufenthaltes müsst ihr auch an die Finanzierung denken. Deswegen ist es wichtig, frühzeitig anzufangen zu sparen. Auslands-BaFöG müsst ihr mindestens sechs Monate vor eurem Abflug zu beantragen. Beim Thema Finanzierung müsst ihr u.a. an das Flugticket, die Auslandskranken- und Unfallversicherung, das Visum (je nachdem mit oder ohne Gesundheitstest), die Unterkunft, Sprachkurse und sonstige Bedürfnisse vor Ort denken. Zusätzlich zur EC-Bankkarte braucht man auch eine Kreditkarte, um im Ausland bargeldlos zu zahlen.

Die Flugbuchung haben meine Kommilitonen und ich ungefähr zwei Monate vor dem Abflug organisiert, wobei einige Wochen abwarten bei der Flugbuchung ca.100 Euro Unterschied machen. Daher sollte man so früh wie möglich buchen, um unnötige Kosten zu vermeiden.

Für das Chinavisum war ein Gesundheitstest erforderlich. Dieser Test beinhaltet Impfungen und verschiedene Test ( z.B. HIV – Test) und hat ingsgesamt einige Wochen gedauert. Zusätzlich verursacht der Test auch Kosten, die man bei der Finanzierung nicht vergessen darf. Bei der Beantragung meines Visums hatte ich Probleme und muss deswegen bis kurz vor Abflug an die Organisation und Einreisebestimmung denken. Obwohl ich mich bei gefühlten tausend Besuchen auf der Website der chinesischen Botschaft sehr gründlich über die erforderlichen Unterlagen informiert habe, hat mir ein bestimmtes Formular von der chinesischen Universität gefehlt. Beginnt daher früh genug mit der Beantragung des Visums (falls ihr eines benötigt). Zum chinesischen Konsulat in Frankfurt am Main musste ich wegen des fehlenden Formulars ganze dreimal fahren. Ich habe den Aufwand jedoch in Kauf genommen, weil ich überzeugt bin, dass ich mich durch die Erfahrungen im Ausland weiterentwickeln werde und dass die kommenden Monate in China unvergesslich bleiben werden.

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