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Auf zur nächsten Etappe

Im Huckepack mit dem HSHL-Stromos nach Bella Italia!

Nach Winter, Frost und Schnee in Deutschland stehen bei unserer nächsten "Testfahrt in die Zukunft" Sommer, Sonne und Hitze in Südeuropa auf dem Programm. Los geht es mit dem Stromos in gut vier Wochen. Bis dahin ist noch einiges vorzubereiten, damit wir pünktlich in Hildesheim ankommen. Warum Hildesheim? Liegt doch in der falschen Richtung! Stimmt, aber in Hildesheim befindet sich die nächste Verladestation für den Autozug nach Alessandria. Und da Hildesheim immer noch mehr als 150 km entfernt von Lippstadt liegt, sind unterwegs zwei Ladestopps, u. a. bei den Stadtwerken in Hameln, eingeplant.

Die 1000 km Strecke, davon ein gutes Stück über die Alpen, von Hildesheim ins Piemont, werden wir dann also gefahren. Spannend wird es trotzdem sein, denn wir wollen genau beobachten, wie sich unser Stromos beim Verladen und unterwegs verhält. Denn alltäglich ist der Transport eines Elektroautos mit einem Autozug auch für die Deutsche Bahn noch nicht. Als wir dort nämlich anfragten, ob Elektroautos für den Bahntransport zugelassen seien, mussten zunächst einige technische Details u.a. wegen der Akkus geklärt werden. Dann gab es aber grünes Licht und zusätzlich ein sehr freundliches Entgegenkommen der Bahn, denn sie sponsert unser Pionier-Vorhaben durch Übernahme unsere beiden Zugtickets. Herzlichen Dank dafür!

Elektromobilität - noch viel Zukunftspotenzial

Beim sogenannten Stromos handelt es sich um einen umgebauten Kleinwagen der Marke Suzuki Splash, der vom Unternehmen German-E-Cars zu einem Kleinserienmodell für den Flotteneinsatz, etwa als Kurierfahrzeuge, Auslieferungswagen oder für Car-Sharing-Netze, aber auch zur privaten Nutzung entwickelt wurden. Wir haben ein solches Fahrzeug Anfang 2011 übernommen und testen seitdem auf interdisziplinärer Ebene Komponenten auf ihre Effizienz. Dazu nutzen wir im Kompetenzfeld "Elektromobilität erforschen" auch Feldversuche und gewinnen Erkenntnisse darüber, wie sich diese Fahrzeuge bei unterschiedlichen Außentemperaturen verhalten oder sich die Beschaffenheit der Strecke bzw. Topographie der Route auf die Gesamtenergiebilanz der Fahrzeuge auswirken.

Vor allem aber wollen wir natürlich neue Potenziale erschließen, damit die Fahrzeugindustrie in ihren Bemühungen, Elektroautos baldmöglichst zur alltagstauglichen Serienreife zu führen, durch unsere Forschung und Entwicklung schneller voran kommt. Hier bietet sich die Zusammenarbeit mit einem mittelständischen Unternehmen wie German E-Cars besonders an. Denn wir sind regelmäßig bei den Entwicklern in Grebenstein, in der Nähe von Kassel, und sprechen über unsere Erfahrungen, aber auch mögliche Messtechnik. Ohne die Unterstützung des Fahrzeugherstellers könnten wir ansonsten wenig machen, da z.B. der Datenbus im Fahrzeug (CAN-Bus) verschlüsselt ist und nur mit einer Art Decodierung zu lesen ist. Wer die nicht hat, sieht nur Nullen und Einsen.

Feldversuche fordert von Technik und Mensch einiges ab

Auf unserer Tour werden wir also wieder die Grenzen der technischen Belastbarkeit ausloten. Dies haben wir auch bei der ersten Tour bereits gezeigt, als wir beispielsweise am 10.2.2011 getwittert haben: "Winter am Rennsteig: -2 Grad C, Restschnee, Steigungstest zw. Luisenthal und Oberhof, 400 Höhenmeter, 8 km Distanz, 16% Ladung, ohne Heizung". Mit anderen Worten: wir haben ziemlich gefroren, weil wir auf die Heizung verzichtet haben, um Energie zu sparen und die Reichweite zu erhöhen. Daher sind wir sehr gespannt, welche Folgen die Hitze entlang der Riviera in Italien, Monaco und Frankreich haben wird. Ob wir beispielsweise den Gebläselüfter auf vollen Touren laufen lassen können, ohne allzuviel Leistung zu verlieren. Den serienmäßigen haben wir schon gegen einen intelligenteren ausgetauscht und wir hoffen, dass die Gesamtenergiebilanz nicht allzu sehr leidet, ansonsten bleibt uns nur die Fahrt mit geöffneten Fenstern oder nachts bei etwas kühleren Außenbedingungen.

Selbstverständlich halten wir Sie auch auf dieser Tour über die aktuellen Entwicklungen via Twitter und Blog auf dem Laufenden. Zudem gibt es in Kürze weitere Informationen über die geplanten Stationen sowie die technischen Besonderheiten und Komponenten, die zum Einsatz kommen.

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