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Verknüpfung von Theorie und Praxis bei Bosch-Rexroth

Wie Windradgetriebe entstehen

Diese Exkursion war anders als all die anderen zuvor: Zu Semesteranfang bekamen wir von der Firma Bosch-Rexroth Zeichnungen von Zukaufteilen, die wir kalkulieren sollten. Wie gut unsere theoretischen Berechnungen in der Praxis waren, erfuhren wir direkt vor Ort bei einer Werksbesichtigung.

Am Präsentationstag erhielten wir zunächst eine kurze Einleitungspräsentation über die Firma Bosch-Rexroth, ihre Geschäftsfelder und die Gründung der Firma. Nach dieser Einführung wurden wir in Gruppen aufgeteilt, die einen präsentierten ihre Kalkulationen und die anderen begannen mit der Werksführung. Am Ende jeder Präsentation wurde die jeweilige Kalkulation von den Bosch Einkäufern kommentiert, und sie gaben uns Tipps, was wir noch verbessern könnten.

Produktion von Windradgetrieben

Im Anschluss folgte die Besichtigung der Produktionsstätten, in denen Getriebe für Windkraftanlagen gefertigt und auch gewartet werden. Unser Rundgang begann mit einer kurzen Erklärung des Endproduktes und aus welchen Grundteilen ein Getriebe besteht. Zu diesen gehören z.B. Hohlräder, Planetenräder, Sonnenräder, Sonnenradwellen etc. Danach sahen wir Lackierkabinen, in denen die Getriebe je nach Kundenwunsch lackiert werden. Bei der Endprüfung werden zwei Getriebe in Reihe gekoppelt, sodass der Prüfstrom zurückgewonnen werden kann. Des Weiteren werden Langzeitprüfungen und Prototypenprüfungen durchgeführt. In der Prototypenprüfung werden die Windradgetriebe bis zu zwei Wochen unterschiedlichsten Wetterbedingungen vor allem unterschiedlichsten Windbedingungen ausgesetzt.

Die angehenden Wirtschaftsingenieurinnen und -ingenieure zeigten sich beeindruckt von der Exkursion.

In der Härterei werden die Bauteile individuell zwischen 24 Stunden und maximal 10 Tagen gehärtet. Dieser Prozess wird über einen Leitrechner permanent kontrolliert. Die Hohlräder werden im letzten Arbeitsschritt durch eine Nitrieranlage oberflächengehärtet. Weiterhin wurde uns gezeigt, dass es Maschinen gibt, in denen gleich drei Arbeitsschritte möglich sind. Diese Maschine kommt bei der Herstellung der Hohlräder zum Einsatz und beinhaltet das Drehen, Fräsen und das Schleifen.

Auf die Zykluszeiten kommt es an

Bei der Werksführung haben wir ein Gefühl für die Zykluszeiten der einzelnen Fertigungsschritte bekommen. Zuvor hatten wir in unseren Kalkulationen zumeist die Zykluszeiten kürzer angenommen. Als Innovation gilt die Ölrückgewinnung, bei der alle Metallspäne zu Pucks gepresst werden und das Öl aufgefangen und gefiltert wird.

Perspektiven für die Karriere

Nach dem Rundgang gingen wir zurück in den Konferenzraum und wurden von der Personalabteilung über Einstiegsmöglichkeiten für Studierende sowie Absolventinnen und Absolventen informiert und es wurde aufgezeigt, welche Karrierewege man bei der Firma Bosch-Rexroth in Witten und weltweit einschlagen kann. Zum Schluss gab es eine Feedbackrunde, in der jeder seine Meinung und Verbesserungsvorschläge zu diesem Projekt abgeben durfte. Wir denken, dass das Projekt uns eine gute Einsicht in das reale Arbeitsleben gebracht hat.

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