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HSHL goes China

Die Sache mit der grünen Mütze oder: was man über China wissen sollte!

Die Sache mit der grünen Mütze oder: was man über China wissen sollte!

Kürzlich an einem Sonntagmorgen um 10 Uhr: Studierende des Studiengangs "Energietechnik & Ressourcenoptimierung", der Präsident der Hochschule, Prof. Dr. Klaus Zeppenfeld, seine persönliche Referentin, Türkan Hildebrand, und ich, Britta Morzick, zuständig für das International Office, nutzen unseren freien Tag, um uns gemeinsam auf das "Abenteuer China" vorzubereiten. Helfen soll ein interkulturelles Training, durchgeführt von einer darauf spezialisierten Agentur mit Unterstützung eines chinesischen Kollegen, Dr. Jin Sun, von der Beijing Normal University.

Warum wir so etwas machen

Nach dem Besuch der Präsidenten der Shanxi Agricultural University und der Chongqing University of Posts and Telecommunications im Januar 2011 in Hamm, bei dem ein erster "Letter of Intent" für eine zukünftige Zusammenarbeit unterzeichnet wurde, laufen derzeit die Gespräche zum Aufbau eines "Double Degrees" mit beiden Universitäten.

Ziel dieser Gespräche ist die Entwicklung eines Studiengangs, bei dem chinesische Studierende zunächst in ihrer Heimat studieren, dabei gleichzeitig Deutsch lernen, dann nach Deutschland kommen und die letzten beiden Semester bei uns an der Hochschule Hamm-Lippstadt verbringen und auch hier das Studium abschließen. Die chinesischen Studierenden erlangen auf diesem Weg einen doppelten, also einen chinesischen und einen deutschen Abschluss. Damit aber der Austausch nicht nur in eine Richtung läuft, ist es das Bestreben der Hochschule Hamm-Lippstadt, auch einen Austausch von deutschen Studierenden nach China zu initiieren. Und die ersten machen sich schon bald auf den Weg.

Einladung nach China

Einladung nach China

Fünf Monate Studium in China – Viele Fragen, viel Neues

Sieben Studierende des Studiengangs "Energietechnik & Ressourcenoptimierung" haben diese Herausforderung angenommen und werden ab September 2011 während ihres Praxissemesters fünf Monate an der Universität in Chongqing studieren. Dort werden sie natürlich Chinesisch lernen, aber auch Deutsch unterrichten, gemeinsam mit chinesischen Mentoren Seminare besuchen und in Exkursionen das Thema "Energietechnik" in China hautnah erleben. Vor allem aber werden sie sich den Anforderungen des Lebens in China stellen! Wahre Pioniere der Hochschule Hamm-Lippstadt!

Kulinarik, Konfuzius und die Kultur des Gesprächs

Zurück zu unserem Vorbereitungsworkshop am letzten Sonntag: da auch das Präsidium im Oktober nach China reisen wird, um Gespräche weiterzuführen, war die Idee entstanden, sich gemeinsam mit den Studierenden in einem Training vorzubereiten. Nach einer Einführung in die Landeskunde und die Geschichte des Landes, ging es schnell um die Unterschiede zwischen der deutschen und der chinesischen Kultur. Und da gibt es einige! Dr. Sun gab Beispiele wie "Ein chinesischer Taxifahrer fragt kurz nach dem Einsteigen nach Gehalt, Mann oder Frau und Kindern. Fühlen Sie sich bitte nicht angegriffen wegen dieses für Deutsche unhöflich wirkenden Eindringens in die Privatsphäre. Er versucht nur herauszufinden, auf welcher hierarchischen Stufe Sie stehen, damit er sich Ihnen gegenüber entsprechend verhalten kann!" "Zudem", so Dr. Sun weiter, "wird ein Geschäftspartner so versuchen, zunächst eine persönliche Beziehung zu Ihnen aufzubauen, bevor er auf die geschäftlichen Dinge zu sprechen kommt." Völlig ungewohnt für uns zielorientierte Deutsche! Und Dr. Sun weiter: "Bitte, bitte: schenken Sie einem Chinesen NIE eine grüne Mütze! Diese symbolisiert nämlich, dass seine Frau fremdgeht."

Während des Mittagessens gab es dann die Gelegenheit, "echtes" chinesisches Essen zu probieren und zu erproben, wie man sich bei einem offiziellen Dinner verhält.

Chinesisches Essen

Chinesisches Essen

Auf dem Weg

Viel gab es zu lernen, auch für die Studierenden. Zum Beispiel auch, dass sich die chinesischen Universitäten sehr verantwortlich für ihre Studierenden fühlen und eine gute Betreuung vor allem auf dem Campus gewährleisten wollen. Daher ist es oftmals Voraussetzung für ein Studium, dass die Studierenden auf dem Campus wohnen, um Kontakte zu den chinesischen Kommilitonen aufzubauen und sich an die 30 Millionen Metropole Chongqing heranzutasten. Sicherlich auch eine gute Option für die Studierenden der Hochschule Hamm-Lippstadt.

Team

Team

Nach dem Training steht für mich persönlich fest: Ich habe viel gelernt und werde dieses Wissen in Zukunft anwenden, um mich auf unsere chinesischen Gesprächspartner besser einzustellen. Schlagworte, die mir besonders in Erinnerung geblieben sind:

  • die Lehre Konfuzius‘
  • das Hervorheben der Gemeinschaft
  • das Suchen von Gemeinsamkeiten mit dem Gegenüber
  • Kinder und alte Menschen stehen im Mittelpunkt der Gesellschaft

Ich bin gespannt, auf welche kulturellen Unterschiede wir noch stoßen und wie die Studierenden die erste Zeit in China meistern, bevor sich dann das Präsidium im Oktober auf die Reise macht. Den Studierenden werden sich ab September neue Denk- und Sichtweisen eröffnen, die ihren kulturellen Horizont erweitern werden. Unvergessliche Erfahrungen und Eindrücke sind vorprogrammiert und Spannung und Vorfreude liegen in der Luft!

An dieser Stelle bald mehr!

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