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Olá, tudo bem?

Olá, tudo bem?

Wir heißen Justin Emmerich, Daniel Kientopf, Sergej Petker und Sebastian Weber, alle 5. Semester "Biomedizinische Technologie" und absolvieren ein Auslandssemester in Brasilien an unserer Partnerhochschule, der Bundesuniversität von Rio Grande do Sul (UFRGS) in Porto Alegre. Seit Mitte September befinden wir uns in Brasilien und arbeiten an verschiedenen Projekten in der Universität mit den Vertiefungen Informatik und Diagnostik.

Die Universität bringt neue und tolle Erfahrungen mit sich.

Die Universität bringt neue und tolle Erfahrungen mit sich. Von links nach rechts Daniel Kientopf, Sebastian Weber, Sergej Petker, Justin Emmerich

Facettenreiche Aufgabenbereiche - Als "Informatiker" arbeitet man hier an der Ingenieursschule der UFRGS

Daniel zum Beispiel arbeitet an dem Projekt namens "VANTs". Beim "VANTs" – Projekt werden Quadrocopter und Hexacopter eingesetzt um landwirtschaftliche Flächen oder hohe Gebäude zu untersuchen. Den Flugobjekten werden vor Abflug die GPS-Daten der Flugroute aufgespielt. Das Ziel ist es einen Algorithmus zu entwickeln, der die aufgenommenen Bilder auf bestimmte Aspekte hin untersucht.

Das Projekt "Civil Engineering Area" nahm Sergej sich zur Praktikumsaufgabe. Bei diesem Projekt sollen mithilfe von einem Tablet z.B. Bauprojekte betreut werden. Durch eine Kamera sollen Veränderungen in der Bauphase kontrolliert werden. Dabei spielen zwei Bilder eine Rolle: Einerseits das in der realen Welt aufgenommene Bild und andererseits das virtuell aufgenommene Bild. Aus diesen zwei Bildern entsteht dann die "Augmented Reality". Man kann so erkennen, ob sich beispielsweise ein Fenster zu weit rechts oder links befindet.

Justin arbeitet an dem Projekt "SMART Environment through brain computer interface". Es ist bekannt, dass Stress durch viele verschiedene Faktoren ausgelöst werden kann, wie beispielsweise Lichtempfindlichkeit, Temperatur, Lautstärke, gedankliche Prozesse oder andere äußere Einflüsse, welche die physische Gegebenheiten des Objektes übersteigen. In dem Projekt "SMART Environment through brain computer interface" wird versucht, mittels einer Automatisierung der Umgebung und EEG-Analyse den Stress der Testperson abzulesen, und es werden verschiedene Aktionen in der Umgebung ausgeführt, um diesem entgegenzuwirken. Diese Prozesse sollen unsichtbar für den Benutzer ablaufen, sodass dieser nur das EEG-System tragen muss.

Im Diagnostikbereich hat Porto Alegre etwas Besonderes zu bieten. Hier arbeitet Sebastian zunächst an der Universität im Labor für Tumorforschung und zum anderen im Krankenhaus namens "Hospital de Clinicas". Hier kann man sein Vorwissen aus den Praktika gut gebrauchen. Man bekommt einen richtigen Forscheralltag mit: vom Anfang der Idee bis zum Ende des Papers. Labortechniken wie q-PCR, Quantifizierung von RNA und cDNA sowie das Anlegen von Zellkulturen gehören hier zu den Alltagaufgaben. Die Probenentnahme erfolgt direkt bei den Patienten im Operationssaal und wird anschließend im Krankenhauslabor analysiert.

Kulinarisch ganz vorne mit dabei

In der Mittagspause tut es gut, die brasilianische Küche auszukosten. Die Mensa bietet zudem ein einmaliges Erlebnis und sollte auf jeden Fall von jedem, der hier studiert, ausprobiert werden. Für umgerechnet 0,55 Cents bekommt man hier eine vollwertige Mahlzeit.

Gut und günstig – in der Mitte zu sehen: das Nationalgericht "Feijoada"

Gut und günstig – in der Mitte zu sehen: das Nationalgericht "Feijoada", Reis mit Bohnen

Aber ganz besonders gut gefällt uns das brasilianische Churrasco. Keiner isst für sich selber am Tisch mit seinem eigenen Teller, wie wir es beispielsweise aus Deutschland kennen. Das Fleisch wird auf einem großen Teller vorbereitet und nach der Reihe im Kreis rumgegeben. Somit kommt man auch mit unbekannten Leuten leichter ins Gespräch und genießt die offene und freundliche Kultur der Brasilianer.

Ein anderes Zeitverständnis und viele kulturelle Unterschiede

Die Lebensweise und die Einstellung zum Leben scheint hier eine andere zu sein. Die Menschen lassen sich fast durch nichts aus der Ruhe bringen und bleiben trotz einiger Probleme, die plötzlich auftreten, stets nett und freundlich. Jedes Unterfangen wird mit einem Lächeln angegangen. Sie wollen dir stets helfen und wollen, dass du dich hier in ihrem Land wohl fühlst. Man kann sie jederzeit fragen, wenn man Hilfe braucht und sie sagen niemals: "Nein ich habe keine Lust." Ohne diese Unterstützung hätten wir es am Anfang sehr schwer gehabt, denn die Bürokratie hier ist unglaublich anstrengend, da man überall warten muss und sehr viele Unterlagen gebraucht werden. Doch nach fast drei Wochen hier haben wir alle nötigen bürokratischen Sachen erledigt.

Neue Leute kennenlernen ist hier super einfach und es macht Spaß...

Neue Leute kennenlernen ist hier super einfach und es macht Spaß, die brasilianische Kultur miterleben zu dürfen!

Wir hoffen, wir konnten Euch wenigstens einen kleinen Überblick über unsere einzigartige Zeit hier in Porto Alegre geben, denn eigentlich würden wir hier ganz gerne seitenlange Aufsätze mit ganz vielen Bildern für Euch verfassen! Für uns sind jetzt die letzten sechs Wochen unseres Praktikums angebrochen und so langsam neigt sich unser Abenteuer dem Ende entgegen. Wir wünschen Euch ein „feliz ano novo“ (frohes neues Jahr), und wir freuen uns schon wieder so langsam auf unser Zuhause....

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