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Workshops in SCIE 3

Ein Leitbild entsteht

Mittlerweile ist der Einzug von Workshops in das Berufsleben der heutigen Gesellschaft eine Selbstverständlichkeit. Über die Sinnigkeit solcher Workshops wurde bereits viel diskutiert und für einige ist es eine nervige Angelegenheit und absolute Zeitverschwendung, für andere ist es die Chance auf Kompetenzen zur Erweiterung des Horizonts und ein paar sehen es als Möglichkeit Angestellte aus dem Unternehmen kennenzulernen. Die Studierenden der SCIE 3‑Projektgruppe besitzen eine ganz eigene Philosophie und zwar die Vorbereitung auf das kommende Berufsleben in Kombination mit einer stetigen Teamentwicklung unabhängig von den vermittelten Kenntnisse des Studiums. Dementsprechend war das Thema "gewaltfrei kommunizieren und arbeiten im Team". Hierzu wurde von den studentischen Leitern der Gruppen Energie, Hausautomation, Marketing und Telemedizin ein Leitfaden erarbeitet, der sich von den konventionellen Workshops abhebt.

Zunächst wurde ein fachlicher Input geleistet, wobei der Schwerpunkt auf die interagierende Darstellung der Präsentationstechniken lag. Beispielsweise kann der Präsentierende eine kurze Redepause einlegen und sich räuspern oder einen Schluck Wasser trinken. Währenddessen besteht die Möglichkeit sich neu zu sammeln oder lediglich zur Steigerung der Spannung. Mithilfe dieser Basis übten die Studieren sich selbst im Präsentieren und es folgte eine Aufteilung der Mitglieder der Projektgruppe in mehrere kleine Teams, um Artikel über aktuelle Themen in einem Kurzvortrag zu präsentieren. Essentieller Bestandteil war das anschließende Feedback, welches von Studierenden für Studierende geleistet wird. Aussprache, Lautstärke, Auftreten, Gestik und Mimik sind unter anderem Punkte, die zu den Bewertungskriterien zählen und dem Präsentierenden ermöglicht, die Selbsteinschätzung mit dem hinterlassenen Eindruck zu vergleichen.

Gewaltfrei kommunizieren, sachlich bleiben und trotzdem höflich und freundlich erscheinen ist im Berufsleben eine elementare Voraussetzung. Allerdings scheitern 90 % aller Projekte aufgrund mangelnder Kommunikation. Somit ist es eine Selbstverständlichkeit auf dem Weg zur Professionalisierung, bereits während der akademischen Ausbildung, erweiterte Kenntnisse über gewaltfreie Kommunikation zu erhalten und diese zur Konfliktvermeidung und Konfliktlösung zu erlernen. Dabei fokussierte sich das Team auf negative Situationen, wie Loriots Feierabend, und eine anschließende Diskussion über die Entstehung des Konfliktes bis hin zur Lösung.

Als Hilfestellung zur Selbstanalyse und -reflexion in Hinsicht auf die Teamarbeit bedienten sich die Studierenden des Belbin-Tests, welcher einen Hinweis auf die eigene Rolle im Team gibt. Meredith Belbin definierte neun Rollen und schrieb jenen spezifische Fähigkeiten, Attribute sowie positive als auch negative Eigenschaften zu. Hierbei werden konkrete Fragen zumVerhalten der einzelnen Person abgefragt, wobei es mehrere Antwortmöglichkeiten gibt, auf die pro Frage 10 Punkte verteilt werden. Schlussendlich kann ein Trend abgelesen werden, welche Rolle dominiert. Voraussichtlich für (angehende) Ingenieurinnen und Ingenieure typisch ist der Umsetzer, welcher bei 21 von 33 Studierenden ermittelt wurde. Der Umsetzer besticht durch eine strukturierte Arbeitsweise, tendiert dazu unflexibel zu sein, arbeitet jedoch verlässlich und effektiv.

Aufgrund der kritischen Eigenbetrachtung, die die Projektgruppe als Anforderung an sich selbst stellt, wurde abschließend eine Feedbackrunde eingeleitet. Währenddessen konnte jeder ein Fazit über den gesamten Workshop äußern, sowie besonders positive als auch negative Aspekte, ganz nach dem Thema der gewaltfreien Kommunikation, konstruktiv ansprechen.   

Bild

Ein Leitbild ist die schriftliche Erklärung einer Organisation über ihre Prinzipien, Ideale und Visionen. Jedoch gibt es auch weitere Zielgruppen, die sich motiviert fühlen ein Leitbild zu erstellen und dieses zu leben und nach außen hin zu präsentieren. Die Projektgruppe SCIE 3 fühlt sich von dieser Idee ebenfalls sehr angetan und so trafen sich die Studierenden, um innerhalb eines Tages die essentiellen Aspekte eines Leitbildes in einem Workshop zusammenzutragen.

Im Vorfeld wurden spezielle Fragestellungen erarbeitet, welche für die atypische Arbeitsweise spricht und jener gerecht wird. Somit entstanden Themen wie beispielsweise "Was verstehen wir unter Qualität unserer Dienstleistung?". Während des Workshops selbst wurden sowohl die acht wichtigsten Kernpunkte als auch die Studierenden in vier Gruppen willkürlich unterteilt, wodurch eine Rotation möglich war und eine Vielfalt von Ideen an den einzelnen Stationen entstand.

Wiederum ganz typisch für die Mitglieder der SCIE 3‑Projektgruppe war die kritische Betrachtung der Ergebnisse auf wissenschaftlicher Basis innerhalb der anschließenden Diskussionsrunde. Zum einen herrschte unter den Studierenden allgemeiner Konsens, über den akademischen Anspruch und dem wissenschaftlichen Arbeiten in Bezug auf die Qualität der Dienstleistung, zum anderen bestand enormer Kommunikationsbedarf und Kritik an der studentischen Leitung bei der Fragestellung "Wie sieht der ideale Beschäftigte aus?" Die Gruppenmitglieder waren davon überzeugt, dass eine ideale Mitarbeiterin oder ein idealer Mitarbeiter mehr sein muss als neugierig, engagiert und sachlich. Ganz im Gegenteil sollte dies als Grundvoraussetzung angesehen werden. Darüber hinaus füllte sich der Raum mit Begriffen wie Teamplayer, interdisziplinäres Arbeiten, kritisch/konstruktiv, vorurteilsfrei, eigeninitiativ und zuverlässig.

Letztendlich entstand ein Leitbild, welches die Prinzipien, Ideale und Visionen der SCIE 3-Projektgruppe visualisiert und verkörpert, sodass sich jedes Mitglied mit diesem identifiziert.

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