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I:DSem - Electronic Patient Path

Verbundprojekt zur Entwicklung eines Systems zur Entscheidungsunterstützung bei der Therapieplanung von kolorektalem Krebs

Projekt Electronic Patient Path

In dem, vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten, Projekt Electronic Patient Path (EPP) wird ein personalisiertes, patientenspezifisches System entwickelt, welches von Ärztinnen und Ärzten zur Entscheidungsunterstützung bei der Therapieplanung von Darmkrebs eingesetzt wird. Die entwickelte Software bietet praktizierenden Klinikerinnen und Klinikern die Möglichkeit, Erkenntnisse aus der neusten Forschung in die Praxis zu überführen.

Um die Ärztinnen und Ärzte in ihren Entscheidungen zu unterstützen, werden zunächst Daten von Patientinnen und Patienten in strukturierter und systematischer Weise dargestellt. Zusätzlich werden mithilfe von Textmining-Tools alternative Therapievorschläge zu den vorhandenen Leitlinien zur Verfügung gestellt, die individuell für jede Patientin und jeden Patienten erstellt werden. Molekulare Mechanismen werden in sogenannten Krankheitsmodellen visualisiert und können dazu verwendet werden gezielte Krebstherapien ("targeted therapies") anzuwenden. Um personalisierte Prognosen des Krankheitsverlaufs zu erhalten, werden klinische Parameter mit statistischen Methoden analysiert, um Subgruppen mit gemeinsamen Merkmalen und Prognosen zu identifizieren.

In einem multidisziplinären Konsortium sind sowohl Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Bereichen der Informatik, Bioinformatik, Mathematik und Biologie, als auch praktizierende Ärztinnen und Ärzte an der Entwicklung von EPP beteiligt.

Team der Hochschule Hamm Lippstadt

Als einer von fünf Kooperationspartnern des Konsortiums ist das Team des Frauenhofer Anwendungszentrums und der Hochschule Hamm-Lippstadt bestehend aus Prof. Dr. Harald Mathis, Timo Brune und Maren Warnecke zuständig für das Management der Daten und deren Aufbereitung für die verschiedenen analytischen Verfahren und Darstellung der Ergebnisse in einer systematischen und intuitiven Form. Der primäre Fokus liegt auf einer hohen Nutzerfreundlichkeit ohne Verlust des Informationsgehalts, um die Software optimal im klinischen Alltag integrieren zu können.

Da die Anforderungen an ein System, welches von Klinikerinnen und Klinikern aus verschiedenen Fachbereichen benutzt wird, stark variieren, wurde im Rahmen einer Bachelorarbeit ein "Smardaptives" Modul entwickelt, welches das User Interface an die individuellen Bedürfnisse von Nutzerinnen und Nutzern anpasst. Dafür wird das Nutzerverhalten mit probabilistischen Analysemethoden ausgewertet, woraus sich häufig genutzte Verhaltensweisen ergeben. Die Oberfläche wird anhand dieser Daten personalisiert und als individuelle und benutzergruppenspezifische Menüpunkte und Quicklinks in die Oberfläche implementiert. Diese Variabilität ermöglicht Nutzerinnen und Nutzern eine auf sie abgestimmte Programmnutzung, die sich adäquat auf die Arbeitsweise der Klinikerinnen und Kliniker adaptiert und so die Effizienz steigert.

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