Das Projekt #digital#connect#ruhr-ost zielt darauf ab, die Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit im östlichen Ruhrgebiet – umfassend die Städte Dortmund und Hamm sowie den Kreis Unna – durch einen verstärkten Wissens- und Technologietransfer nachhaltig zu steigern. Im Zentrum steht die Unterstützung kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) bei der Optimierung und Digitalisierung ihrer Unternehmensschnittstellen durch den Einsatz intelligenter Technologien wie Künstlicher Intelligenz (KI). Angesichts des demografischen Wandels und des massiven Verlusts von Fachkräften bis 2036 adressiert das Vorhaben die Notwendigkeit, Expertenwissen durch digitales Wissensmanagement zu sichern und Prozesse effizienter zu gestalten.
Ein tragendes Element ist der Ansatz der "Lernenden Region", bei dem der Transfer als wechselseitiger Prozess zwischen Wissenschaft und Wirtschaft verstanden wird. Während die Hochschule Hamm-Lippstadt und andere Forschungspartner aktuelles Know-how zur Prozessoptimierung in die Betriebe einbringen, fließen die praktischen Herausforderungen der KMU zurück in die Forschung, um diese bedarfsgerecht auszurichten. Zu den strategischen Hauptzielen gehören die Stärkung der globalen Wettbewerbsfähigkeit regionaler Unternehmen, die Verbesserung des Innovationsklimas durch Spillover-Effekte sowie die Erhöhung der Resilienz der regionalen Wirtschaft gegenüber globalen Krisen.
Die Umsetzung erfolgt in einem dreistufigen Modell: Zunächst werden KMU durch Sensibilisierungsangebote wie einen digitalen Selbstcheck und individuelle Gespräche für Handlungsbedarfe sensibilisiert. Darauf aufbauend folgt der Kompetenzaufbau in Webinaren, Workshops und Intensivtrainings. Den Abschluss bildet die konkrete Umsetzungsunterstützung durch Transferzirkel, praxisnahe Handlungsleitfäden und ein strategisches Zukunftsmonitoring im "Foresight Lab". Dabei stellt das Projekt den "Faktor Mensch" in den Mittelpunkt, indem es technische Innovationen mit gezielter Personal- und Organisationsentwicklung verbindet. Langfristig sichert das Vorhaben so bestehende Arbeitsplätze und festigt das östliche Ruhrgebiet als attraktiven Innovations- und Wirtschaftsstandort