Direkt zum Hauptmenü, zum Inhalt, zur Startseite, zu myHSHL

Klimaschutz mit System: Hochschulen in NRW erfassen ihren CO2-Ausstoẞ erstmals landesweit gemeinsam

Die Hochschulen in Nordrhein-Westfalen machen erfolgreichen Klimaschutz jetzt messbar. 14 Universitäten und 16 Hochschulen für Angewandte Wissenschaften, darunter die Hochschule Hamm-Lippstadt (HSHL), stellen am Freitag, 17. April 2026 zusammen mit der Landesregierung erstmals eine gemeinsame Bilanz für ihren CO2-Ausstoß vor.

Die Hochschulen in Nordrhein-Westfalen machen erfolgreichen Klimaschutz jetzt messbar. 14 Universitäten und 16 Hochschulen für Angewandte Wissenschaften, darunter die Hochschule Hamm-Lippstadt (HSHL), stellen am Freitag, 17. April 2026 zusammen mit der Landesregierung erstmals eine gemeinsame Bilanz für ihren CO2-Ausstoß vor. Die Bilanz zeigt, dass die Anstrengungen zum Klimaschutz wirken: Zwischen 2019 und 2021 sanken die Emissionen beim Stromverbrauch durch die Nutzung von Ökostrom um 28 Prozent. Insgesamt emittierten die 30 öffentlich-rechtlichen Hochschulen in Nordrhein-Westfalen 2021 rund 441.000 Tonnen CO2-Äquivalente – etwa so viel wie eine Stadt mit 40.000 Einwohnern.

Leistungsfähige Hochschulen als Standortfaktor

Die gemeinsame Treibhausgas-Bilanz nach einheitlichen Standards geht auf eine Initiative der Landesregierung zurück. Künftig ist ein jährliches Monitoring geplant. Die Bilanzen für 2022 und 2023 sind bereits in Arbeit. Wirtschafts- und Klimaschutzministerin Mona Neubaur erklärt: "Mit der gemeinsamen CO₂-Bilanz machen unsere Hochschulen Klimaschutz erstmals systematisch messbar – transparent, datenbasiert und im gemeinsamen Handeln. Damit werden gezielte Maßnahmen gestärkt. Leistungsfähige Hochschulen sind gezielter Standortfaktor und zentraler Motor für Innovation, Wettbewerbsfähigkeit und einen zukunftsfesten Wissenschaftsstandort Nordrhein-Westfalen." Nordrhein-Westfalen gehört zu den ersten Bundesländern, in denen sämtliche Universitäten und Hochschulen für Angewandte Wissenschaften nach einheitlichen Standards jährliche Treibhausgas-Bilanzen gemeinsam erarbeitet haben und veröffentlichen.

Klimaschutz als gesellschaftliche Verantwortung von Universitäten und Hochschulen

Mit der Treibhausgas-Bilanz haben zahlreiche Hochschulen erstmals einen strukturierten Überblick über ihre Emissionen, können Handlungskonzepte erstellen und Maßnahmen ableiten. Damit sind sie in der Lage, ihrer gesetzlich normierten Vorbildfunktion nachzukommen. Die Landesregierung unterstützt die Hochschulen dabei.

Die aus dem Bilanzierungsbericht resultierende Transparenz von Universitäten und Hochschulen sei laut Wissenschaftsministerin Ina Brandes Voraussetzung für die Entwicklung weiterer, individueller Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz – das helfe dem Klima und spare Geld. Gleichzeitig belege der Bericht, dass viele Hochschulen ihrer Verantwortung bereits nachkommen und sich der Herausforderung stellen, den hohen Anforderungen an einen klimaneutralen Campus gerecht zu werden, bilanzieren die Sprecher*innen der Kanzler*innen-Konferenzen der Universitäten und Hochschulen für angewandte Wissenschaften.

Weitere zentrale Ergebnisse der Treibhausgas-Bilanz

  • Der überwiegende Anteil der Emissionen geht auf den Energieverbrauch der Gebäude zurück. Die Wärme- und Stromversorgung machen dabei jeweils die Hälfte aus.
  • Von 2019 auf 2021 stieg die Zahl der Elektrofahrzeuge um 32 Prozent. Somit waren in den Fuhrparks bereits 2021 rund 14 Prozent der Fahrzeuge batterieelektrisch unterwegs.
  • Im Vergleich zum Basisjahr 2019 blieben die Treibhausgas-Emissionen 2021 weitgehend konstant. Aussagekräftige Trends sind erst mit weiteren Bilanzjahren zu erwarten.

Die Treibhausgas-Bilanz ist hier abrufbar.

Nachhaltige Energiegewinnung an der HSHL

Für mehr nachhaltige Energie sorgt auch die HSHL. Bereits seit Juli 2024 ist die Photovoltaik-Anlage auf den Dächern der Hochschule am Campus Hamm in Betrieb, seit Januar 2025 in Lippstadt. Der Einsatz eigener PV-Anlagen ist nicht nur ein wichtiges Zeichen für mehr Nachhaltigkeit, sondern senkt auch die eigenen Energiekosten der HSHL. Insbesondere in den Sommermonaten ist der Bedarf für die Kühlung von Laboren und Hörsälen sehr hoch. Weitere Verwendung findet der durch die PV-Anlagen erzeugte Strom im Betrieb der Lüftungsanlagen und Küchen. Insgesamt wurden an beiden Campus über 2000 PV-Module installiert.

Top