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Hochschule Hamm-Lippstadt erhält Förderung als "Innovative Hochschule"

Das unabhängige Auswahlgremium der Förderinitiative "Innovative Hochschule" hat in einem expertengeleiteten Wettbewerbsverfahren für die zweite Förderrunde der Bund-Länder-Initiative u.a. die Hochschule Hamm-Lippstadt (HSHL) in einem Verbundprojekt mit der Fachhochschule Südwestfalen ausgewählt.

Das unabhängige Auswahlgremium der Förderinitiative "Innovative Hochschule" hat in einem expertengeleiteten Wettbewerbsverfahren für die zweite Förderrunde der Bund-Länder-Initiative insgesamt 55 Hochschulen in 16 Einzel- und 13 Verbundvorhaben zur Förderung ausgewählt, das teilte die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) jetzt mit. Darunter ist auch die Hochschule Hamm-Lippstadt (HSHL) in einem Verbundprojekt mit der Fachhochschule Südwestfalen: "Digitalise_SWF – Transfer von Digitalisierungskompetenz in die Region Südwestfalen."

Im Projekt der Fachhochschule Südwestfalen und der Hochschule Hamm-Lippstadt geht es um den Transfer wissenschaftlicher Inhalte in die Gesellschaft. Es soll die Region Südwestfalen mit Know-how zur Digitalisierung unterstützen, den digitalen Wandel vorantreiben und so auch einen Beitrag zur Bewältigung des demografischen Wandels leisten. An beiden Hochschulen gibt es umfassende Expertise auf diesem Gebiet, die u.a. für Unternehmen dieser wirtschaftsstarken Region leichter verfügbar gemacht werden soll. Aber auch die Einbindung von Jugendlichen und allen Bürgerinnen und Bürgern ist in "Digitalise_SWF" geplant. Angedacht sind z.B. Pop-up-Labs oder ein mobiles Lab-on-Tour, um Transfer und Austausch mit allen Interessierten zu ermöglichen.

Zur Förderinitiative "Innovative Hochschule" erklärt die Vorsitzende der GWK, Bettina Stark-Watzinger, Bundesministerin für Bildung und Forschung: "Unserer Hochschulen für Angewandte Wissenschaft und Fachhochschulen sowie die kleinen und mittleren Universitäten sind mit ihrer Verankerung in der Region Innovationsmotoren für unser Land. Mit der Förderinitiative "Innovative Hochschule" unterstützen wir ihre Stärken ganz gezielt. Ich freue mich sehr, dass wir aus einer sehr großen Zahl an qualitativ hochwertigen Bewerbungen erneut die besten Initiativen prämieren konnten und damit die Rolle der Hochschulen als Strategiegeber im regionalen Innovationssystem weiterhin stärken werden. Erfreulich ist auch, dass damit nicht nur bestehende Projekte von bereits in der ersten Förderrunde geförderten Vorhaben ausgebaut werden können, sondern auch neue Maßnahmen mit innovativen Transferaspekten unterstützt werden. Diese schaffen für die Hochschulen auch eine ideale Basis, sich in den kommenden Jahren erfolgreich um Förderung bei der Deutschen Agentur für Transfer und Innovation DATI zu bewerben."

Der Beginn der Förderung ist für Anfang 2023 geplant. Es werden für eine Förderdauer von bis zu fünf Jahren Mittel in Höhe von jährlich jeweils bis zu zwei Millionen Euro für Anträge einzelner Hochschulen und jeweils bis zu drei Millionen Euro für Anträge von Hochschulverbünden veranschlagt. Insgesamt stellen Bund und Länder für die zweite Förderrunde bis zu 285 Millionen Euro zur Verfügung; die Fördermittel werden jeweils im Verhältnis 90:10 vom Bund und vom jeweiligen Sitzland der Hochschulen getragen. Die HSHL darf sich voraussichtlich über eine Fördersumme von gut 3,5 Millionen Euro freuen.

Über alle neu eingereichten Anträge ist nun in einem gemeinsamen wissenschaftsgeleiteten Wettbewerbsverfahren entschieden worden. Unter den 165 antragstellenden Hochschulen befanden sich 110 Fachhochschulen, 42 Universitäten und Pädagogische Hochschulen sowie 13 Kunst- und Musikhochschulen.

Die Bund-Länder-Initiative zur Förderung des forschungsbasierten Ideen-, Wissens- und Technologietransfers – "Innovative Hochschule" – wurde im Sommer 2016 von den Regierungschefinnen und -chefs von Bund und Ländern beschlossen. Sie soll Hochschulen darin unterstützen, sich im Leistungsbereich Transfer und Innovation, der auch als "dritte Mission" der Hochschulen – neben Forschung und Lehre – bezeichnet wird, zu profilieren und ihre strategische Rolle im regionalen Innovationssystem zu stärken. Die Förderinitiative wird in zwei Auswahlrunden durchgeführt. An der zweiten Auswahlrunde (2023 bis 2027) konnten sich nun sowohl bereits in der ersten Auswahlrunde geförderte Hochschulen als auch bisher nicht geförderte Hochschulen beteiligen.

Quelle: Pressemitteilung der GWK vom 05.05.2022

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