Am Mittwoch, 11. März 2026 wurde am Campus Hamm der Hochschule Hamm-Lippstadt (HSHL) eine Kooperationsvereinbarung zwischen der HSHL und der Stadtverwaltung über die Patenschaft einer Streuobstwiese in der Nähe des Beachvolleyballplatzes an der Friedensschule unterzeichnet. Dazu begrüßten Hochschulkanzlerin Sandra Schlösser und Prof. Dr. Christoph Harff, der als Initiator des Projekts dessen Leitung seitens der HSHL übernimmt, den Stadtbaurat der Stadt Hamm, Andreas Mentz, und Hartmut Sonderhüsken, Abteilungsleitung Grünflächen, am Campus an der Marker Allee.
"Streuobstwiesen sind eine äußerst diverse Lebensumgebung für die lokale Flora und Fauna", erklärt Prof. Harff, dem das Potenzial des Grundstücks im Hammer Osten direkt aufgefallen war. "Ich habe daraufhin beim Stadtbaurat nachgefragt, ob wir uns als Hochschule um die Pflege und Bewirtschaftung der Wiese bemühen können." Entstanden ist so ein Modellprojekt, das sich in Zukunft auch auf weiteren Flächen im Stadtgebiet anwenden lassen könnte. "Diese Patenschaft zahlt als Naturschutzprojekt unmittelbar in die Nachhaltigkeitsziele der HSHL ein und hilft dabei, den Beteiligten näher zu bringen, was eine Streuobstwiese alles zu bieten hat", sagt der HSHL-Professor
Verschiedene Aktionen geplant
Fortan sollen verschiedene Aktionen mit Studierenden und Mitarbeitenden der Hochschule vor Ort durchgeführt werden. Darunter fallen neben der Pflege der Obstwiese und deren Bäume beispielsweise auch die Ernte und Verwendung der Früchte, die Anbringung und Pflege von Brutkästen und weitere ökologische Maßnahmen. Die Fläche von 7.300 Quadratmetern ist während der gesamten Dauer der Kooperation zudem für die Öffentlichkeit zugänglich. "Alle Interessierten können sich demnächst bei ihrem Besuch an einer Hinweistafel über unsere Aktivitäten vor Ort informieren", sagt Harff.
"Wir würden uns freuen, wenn die HSHL für das Projekt eine hohe Resonanz und öffentliche Aufmerksamkeit erzielt und die Kooperation als Anregung und Beispiel für weitere Projekte dienen kann", betont Andreas Mentz. HSHL und Stadt Hamm seien wichtige Partnerinnen beim Wissens- und Wertetransfer. Ein konkreter Mehrwert für die Stadt Hamm durch die Hochschule vor Ort sei auch die Einbindung der Studierenden in die Stadtgesellschaft, sei es während des Studiums, aber auch, indem sie die Stadt Hamm als zukünftigen Arbeits- oder Wohnort für sich entdecken. Dies könne zum Beispiel über derartige Projekte gefördert werden.
Wertschätzung für Aufenthaltsräume
"Unabhängig davon zeigen solche Kooperationen genauso wie Patenschaften für öffentliche Flächen oder Gießpatenschaften für Stadtbäume eine Wertschätzung für die durch die Stadt für die Bürgerinnen und Bürger geschaffenen Aufenthaltsräume. Sie sichern eine vorzeigbare Pflege, die mit städtischen Mitteln alleine oft nicht befriedigend leistbar ist", so der Stadtbaurat.