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Diversity Management

Vielfalt | Individualität

Modernes Campusleben lebt von der Vielfalt ihrer Teilnehmer geprägt von Offenheit und Toleranz. Chancengleichheit spielt dabei eine wichtige Rolle.

Vielfalt als Chance

Die Förderung von Vielfalt ist fest im Programm der Hochschule Hamm-Lippstadt verankert. Neben den Bereichen Gleichstellung und der Familienfreundlichkeit engagiert sich die Hochschule in verschiedenen Feldern  und kooperiert mit Partnern.

Gleichstellungsauftrag

Rotes Flatterband auf roter Wand.
cydonna / photocase.de

Chancengleichheit von Männern und Frauen ist ein zentraler Aspekt der Gleichstellungsarbeit an der Hochschule Hamm-Lippstadt. Damit dieses Ziel erreicht wird, werden verschiedene Maßnahmen in den Bereichen Frauenförderung, Familienfreundlichkeit sowie Informationen und Veranstaltungen zum Thema Gleichstellung angeboten.

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Komm, nach MINT

Nationaler Pakt für Frauen in MINT-Berufen

Frauen für MINT – Mathe, Informatik, Naturwissenschaften, Technik – zu begeistern, ist ein Hauptaugenmerk der Hochschule Hamm-Lippstadt bereits seit ihrer Gründung. Durch verschiedenste Aktivitäten der Studien- und Berufsorientierung für Mädchen und junge Frauen ist es gelungen, den Frauenanteil unter den Studierenden kontinuierlich zu steigern. Derzeit sind rund ein Drittel der Studierenden weiblich. Mit dem Beitritt zum Nationalen Pakt für Frauen in MINT-Berufen "Komm, mach MINT." im Januar 2013 hat sich die Hochschule das Ziel gesetzt, die Maßnahmen zur Ansprache von Frauen weiter auszubauen und die aktuellen Zahlen noch zu steigern.

Der auf Initiative von Bundesbildungsministerin Annette Schavan 2008 gegründete Pakt hat das Ziel, mehr junge Frauen für naturwissenschaftliche und technische Studiengänge zu begeistern sowie Hochschulabsolventinnen für Karrieren in der Wirtschaft gewinnen. Über 240 Partner – von der ARD über das Land Niedersachsen bis hin zur Wochenzeitung "DIE ZEIT" – sind dem Pakt bereits beigetreten. Von 2008 bis Ende 2012 ist es gelungen, mit mehr als 1.000 Projekten weit über 400.000 Mädchen und junge Frauen zu erreichen.

Die Geschäftsstelle von "Komm, mach MINT." ist im Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit e.V. angesiedelt, das der Hochschule Hamm-Lippstadt seit Jahren beratend zur Seite steht. Nicht nur die Gewinnung von Nachwuchsstudentinnen, auch die Förderung der bereits immatrikulierten Frauen steht dabei im Mittelpunkt. Erfolgreich durchgeführt wurden beispielsweise ein Karriereworkshop für Studentinnen und ein Gendersensibilisierungsworkshop für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Hochschule. 

Dass die junge Hochschule mit ihren bestehenden Aktivitäten auf dem richtigen Weg ist, zeigen die Fakten: Mit dem Drittel Frauenanteil unter den Studierenden liegt die Hochschule über dem Durchschnitt in den ingenieurwissenschaftlichen Fächern. Auch in Bezug auf die Anzahl der Professorinnen schneidet sie im bundesweiten Vergleich gut ab.

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Nationaler Pakt für Frauen in MINT-Berufen – "Komm, mach MINT.":

Familien mit Kindern herzlich willkommen

Studieren oder Arbeiten stellt für Familien mit Kindern oftmals eine besondere Herausforderung dar. Ob Plätze in Kitas und Kindergärten, das Angebot von Schulen sowie Sport- oder andere Freizeitaktivitäten, die Hochschule Hamm-Lippstadt engagiert sich im Verbund mit den Städten Hamm und Lippstadt für eine familienfreundliche Hochschule.

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Refugees Welcome

Die  Flüchtlingszuwanderung ist  eines der viel diskutiertes Thema in Deutschland. In einer Ringvorlesung zum Thema "Refugees Welcome – und dann?" lud der 2015 gestartete Bachelorstudiengang "Interkulturelle Wirtschaftspsychologie" Gastvortragende aus Politik, Wirtschaft, Rechtswissenschaften sowie Flüchtlingsinitiativen an die Hochschule Hamm-Lippstadt ein.

So umfangreich, drängend und teils ungeklärt Fragen zu Erstversorgung oder Aufenthaltsrecht von Flüchtlingen auch sind, so bedeutend ist es, sich zugleich bereits mit Auswirkungen von Integration in den Bereichen Bildung und Arbeitsmarkt auseinanderzusetzen. Es überrascht wenig, dass die Einbindung von Flüchtlingen in den Arbeitsprozess an vielen Stellen als wesentlicher Aspekt einer erfolgreichen Integration aufgeführt wird. Die herausfordernden Rahmenbedingungen – sei es rechtlicher, psychischer oder auch organisationaler Art – werfen jedoch viele Fragen auf: Wie kann gesellschaftliche Teilhabe in Bezug auf Bildung aussehen? Wie müssten sich Unternehmen verändern oder unterstützt werden, um diese Herausforderung vielleicht sogar als Chance nutzen zu können? Wie können Flüchtlinge, aber auch deutsche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf die neue Situation vorbereitet werden? Welche Informationen werden möglicherweise kaum in der öffentlichen Auseinandersetzung angesprochen, sind aber entscheidend, um die Thematik zu verstehen? Die Vorlesungsreihe "Refugees Welcome – und dann?" widmete sich diesen Aspekten und lud alle Interessierten zum Austausch ein.

Unterschiedliche Perspektiven - die Themen

In der Auftaktveranstaltung am 23.10. berichtete der 26-jährige Syrer Tarek Ghadri von seinem Leben vor dem Krieg, der Flucht, dem Alltag im Flüchtlingsheim und seiner ganz persönlichen "Suche nach Heimat". Begleitet wurde er von Kirstin Neumann, die im Landkreis Oberhavel in Brandenburg Flüchtlinge zu ihrem Asylverfahren berät. Sie gab Innensichten sowohl in Alltagsfragen, die Geflüchtete beschäftigen als auch Themen wie Wohnungs- und Arbeitssuche oder Familienzusammenführung.

  • Die Situation der Flüchtlinge in Hamm. Mario Lerche und Wolfgang Müller, Amt für Soziale Integration der Stadt Hamm (hochschulinterne Veranstaltung)
  • Darstellung von Flüchtlingen in den Medien. Raphael Schanz
  • Potentialanalyse unter Zuwanderern und Cross-Mentoring mit Unternehmen. Yukiko Elisabeth Kobayashi, ImpactDock
  • Rechtliche Rahmenbedingungen der deutschen Asylpolitik. Dr. Michael von Glahn
  • Academic Experience Worldwide. Melusine Reimers
  • Soziale Identifikation von Flüchtlingen in Deutschland. Dr. Débora Maehler
  • Integration von Flüchtlingen – schaffen wir das? Prof. Dr. Thomas K. Bauer

Alle Veranstaltungen fanden auf dem Campus Hamm statt.

Integrationsprojekt Angek/nommen

Mit der Gesamtschule Friedensschule in Hamm verbindet die Hochschule Hamm-Lippstadt seit ihrer Gründung eine enge Partnerschaft vor allem im naturwissenschaftlichen Bereich: regelmäßig sind die Schülerinnen und Schüler im zdi-Labor zu Gast. Darum ist der Hochschule die Unterstützung des Buchprojekts "Angekommen – Angenommen" der Friedensschule unter Schirmherrschaft des Integrationsministers Guntram Schneider ein besonders wichtiges Anliegen. Das Buch enthält Interviews mit 34 heutigen und ehemaligen Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund, die gute schulische Leistungen erbracht haben und erbringen, und die trotz anfänglicher Hindernisse in einer zunächst fremden Gesellschaft ihren Weg gehen. Es ist ein Zeugnis für gelebte Integration in einer multikulturellen Gesellschaft, in der gleichberechtigter Zugang zu Bildung die Voraussetzung für Chancengleichheit und die Verwirklichung von Träumen ist. Genau dieses Ziel setzen auch wir uns als Hochschule – offen für alle zu sein und jedem eine Perspektive zu bieten, gleich welcher Herkunft.

Die Friedensschule zählt mit ihrem Integrationsbuch"Angekommen – Angenommen" zu den Preisträgern 2012 des Wettbewerbs "Alle Kids sind VIPs" der Bertelsmann-Stiftung.

Das Buchvorwort des Präsidenten Prof. Dr. Klaus Zeppenfeld im Wortlaut:

"Als Präsident der im Jahre 2009 neu gegründeten Hochschule Hamm-Lippstadt beglückwünsche ich die Friedensschule zu diesem bemerkenswerten Buchprojekt. Meine Anerkennung gilt den Schülerinnen und Schülern, die mit Ihren Porträts und Beiträgen die Vielfalt und die damit verbundenen ungeheuren Chancen aufzeigen. Ganz normal im (Schul-)Alltag finden wir ein buntes Bild mit den unterschiedlichsten Charakteren und Talenten von Mädchen und Jungen, die zumeist hier geboren sind, deren familiäre Hintergründe dennoch Unterschiede aufweisen und sie besonders prägen. Doch alle leben gemeinsam in dieser Stadt. Sie sind gerne hier, gehören hierher und haben das gleiche Ziel: gute Zukunftsperspektiven durch Bildung und Anerkennung in der Gesellschaft zu erlangen, die sie auf ganz individuelle Weise bereichern. Alle sollten einen uneingeschränkten Zugang zu einem höheren Bildungsabschluss bekommen. Wir als Hochschule haben uns auf die bunten Fahnen geschrieben, dies zu gewährleisten und Euch auf diesem Weg zu unterstützen. Lebenslanges Lernen ist hier ein Zauberwort, das Euch begleiten sollte. Wir möchten euch ermutigen, diesen Weg zu gehen und die Chancen zu nutzen und wünschen Euch dabei viel Erfolg."

Prof. Dr. Klaus Zeppenfeld
Präsident der Hochschule Hamm-Lippstadt

 

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