Seit September 2025 führen Studierende des dritten Semesters im Masterstudiengang "Betriebswirtschaftslehre" Projekte im Seminar Personalmanagement in verschiedenen Unternehmen und Betrieben durch. Am Mittwoch, 14. Januar 2026 wurden die Ergebnisse im Rahmen einer Präsentation am Campus Lippstadt den beteiligten Betrieben vorgestellt.
"Mit den Praxisprojekten können die Masterstudierenden die aktuellen praktischen Probleme im Bereich Personalmanagement sehr gut kennenlernen und Überlegungen zu deren Lösungen anstellen", sagt Prof. Dr. Irma Rybnikova, die die Studierenden wissenschaftsseitig betreut hat. In Gruppen aus jeweils drei bis vier Personen widmeten sie sich unterschiedlichen Themengebieten wie den Recruiting-Erwartungen von Ingenieur*innen, der Gewinnung von Auszubildenden und Nachwuchsführungskräften, der Unternehmenskultur und weiteren. Vorgeschlagen wurden diese Themen durch die jeweiligen Praxisbetriebe.
Die "BWL"-Studierenden nutzten dabei die SCRUM-Methode, um ihre Projekte voranzubringen. So auch Marco Bolte, Kübra Disbudak, Theresa Lehmenkühler und Sara Massimo, die sich im Dezernat 4 Personal der Hochschule mit ihrem Praxisprojekt dem Thema Chancengerechtigkeit in Berufungsverfahren gewidmet hatten. SCRUM ist ein agiles Werkzeug im Projektmanagement, mit dem Teams komplexe Aufgaben iterativ und inkrementell entwickeln, indem sie in kurzen Zyklen, sogenannten Sprints, arbeiten und sich regelmäßig abstimmen.
"Die Studierenden haben gelernt, dass es keine Allgemeinlösungen gibt, sondern für jede Lösung zunächst der betriebliche Kontext gut analysiert und verstanden werden soll, wofür die Kenntnis der Meinungen von betroffenen Mitarbeitenden und Führungskräften besonders wichtig sind", erklärt Prof. Rybnikova. Außerdem hätten die Studierenden aus nächster Nähe erleben können, dass wissenschaftliche Forschung und Theorien zum Thema sehr hilfreich dafür sind, um konkrete Fragestellungen einzelner Betriebe einzuordnen und im Idealfall auch Lösungswege zu erarbeiten.
Übersicht über die Projektthemen:
- Recruiting-Erwartungen von Ingenieur*innen
- Gewinnung von Auszubildenden
- Unternehmenskultur
- Arbeitgeberattraktivität in der jungen Generation
- KI und Führungskräfte
- Gewinnung von Nachwuchsführungskräften
- Arbeitszeiterfassung bei hybrider Arbeit
- Chancengleichheit bei Berufungen