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Schüler*innen entdecken am Campus Lippstadt den Einsatz von KI in der Landwirtschaft

Drei spannende Tage rund um "KI in der Landwirtschaft" erlebten zwölf Schüler*innen des Gymnasiums Antonianum und der Marienschule Lippstadt auf dem Campus Lippstadt der HSHL. Im "Lab-on-Tour" tauchten sie praxisnah in die Welt der Künstlichen Intelligenz ein.

Vom 8. bis 10. September 2026 erlebten zwölf Schüler*innen des Gymnasiums Antonianum und der Marienschule Lippstadt drei spannende Tage auf dem Campus Lippstadt der Hochschule Hamm-Lippstadt (HSHL). Im "Lab-on-Tour", dem Science-Truck des Projekts "Digitalise_SWF", beschäftigten sie sich mit dem Thema "KI in der Landwirtschaft".

Ziel war es, in Gruppen eigene KI-Modelle zu trainieren und die Ergebnisse zum Abschluss auf einem Poster zu präsentieren. Kristian Rother und Lukas Walter, wissenschaftliche Mitarbeiter der HSHL, zeigten den Jugendlichen, worauf es bei der Arbeit mit KI-Modellen ankommt. Beide forschen gemeinsam mit Prof. Dr. Stefan Henkler, Studiengangsleiter "Electronic Engineering", intensiv in diesem Themengebiet in den Forschungsprojekten "Digitalise_SWF" und "AKI4KMU".

Erste eigene KI in wenigen Minuten

Am ersten Tag ging es nach der Begrüßung zunächst um die Grundlagen. Ein Einführungsvortrag spannte den Bogen von der Geschichte der Künstlichen Intelligenz bis zu der Frage, wie sie eigentlich funktioniert. Danach wurde es direkt praktisch: Mit dem Online-Tool Google Teachable Machine trainierten die Schüler*innen ihre ersten eigenen neuronalen Netze und brachten ihnen bei, sechs verschiedene Pflanzen zu unterscheiden.

Nach der Mittagspause wurden Einblicke in die aktuelle Forschung vorgestellt und die Challenge für die kommenden zwei Tage ausgegeben. Anschließend ging es nach draußen. Gemeinsam mit Kristian Rother und Lukas Walter nahmen die Schüler*innen mit einer Drohne Videos auf, mit denen sie in den folgenden Tagen arbeiteten.

Landwirtschaft wird smart

Am zweiten Tag nutzten die Schüler*innen eine KI-Plattform, die das Team rund um Prof. Henkler selbst entwickelt hat. Die Plattform ist zugeschnitten für den Transfer und illustriert den gesamten Weg zum fertigen KI-Modell anschaulich und selbsterklärend. Zunächst erstellten die Gruppen mit ihren Smartphones einen eigenen Bilddatensatz.

Diesen labelten sie, versahen die Bilder also mit den richtigen Antworten, und erweiterten ihn anschließend durch Augmentierung, etwa mit gedrehten oder gespiegelten Aufnahmen. Mit diesen Daten trainierten sie ihre Modelle und wendeten sie danach auf das Drohnenvideo an. So testeten sie, wie gut ihre KI mit echten Aufnahmen aus der Luft zurechtkommt.

Praxis als Zugang

Den Abschluss bildete die Poster-Session am dritten Tag: Die Gruppen fassten ihre Ergebnisse auf Postern zusammen, präsentierten sie im Plenum den anderen Teilnehmenden sowie Angehörigen der HSHL und diskutierten anschließend mit ihnen darüber. Der Workshop hat gezeigt, wie greifbar Künstliche Intelligenz wird, wenn Schüler*innen selbst Daten sammeln, Modelle trainieren und die Ergebnisse an einem echten Anwendungsfall überprüfen.

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