Am Mittwoch, 8. Juli 2026, zogen auf Mark 51°7 in Bochum unter dem Motto "Wettbewerbsfähig bleiben durch Transformation" fünf Jahre nach dem Start des 5-StandorteProgramms Expert*innen eine erste Zwischenbilanz. Elf Projekte präsentierten sich und zeigten die Bandbreite der geförderten Vorhaben. Auch das Projekt "Werkbank Sektorenkopplung" des Instituts für Sektorenkopplung in der Energiewende (IfSK) war vor Ort, um seine Arbeit vorzustellen.
"Die Veranstaltung erhöhte die Sichtbarkeit der Projekte und förderte den Austausch untereinander. Zudem zeigte sich, dass Menschen mit Ideen und enge Kooperationen mit Hochschulen die Umsetzung innovativer Ansätze in der Praxis stärken", erklärt Prof. Dr. Jens Thorn, geschäftsführender Direktor des IfSK. Bei der Veranstaltung wurden von der Werkbank verschiedene Methoden zum Wissens- und Technologietransfer für dezentrale energetische Versorgungslösungen sowie konkrete, bereits durchgeführte Analysen vorgestellt.
Was macht die "Werkbank Sektorenkopplung"?
Die "Werkbank Sektorenkopplung" unterstützt als interdisziplinäres Projekt Unternehmen, Energieversorger, Wohnungsgesellschaften und Akteur*innen der Stadtgesellschaft dabei, nachhaltige Energieversorgungslösungen zu realisieren. Im Mittelpunkt steht die intelligente Vernetzung der Sektoren Strom, Wärme, Mobilität und industrielle Anwendungen, um innovative Lösungen in der Region nachhaltig voranzubringen.
Das Projekt bündelt wissenschaftliche Erkenntnisse und übersetzt sie in praxisnahe Konzepte. Der Wissens- und Technologietransfer erfolgt etwa durch praktische Feldtests, konzeptionelle Analysen, Publikationen und verschiedene Veranstaltungsformate sowie das Experience Lab. Das Experience Lab ist ein Mitmach-Labor, das darauf abzielt, das Prinzip der Sektorenkopplung und energetische Systemlösungen unter Nutzung digitaler Elemente näherzubringen.
Unterstützung für die Region
Die Werkbank unter dem Leitgedanken "Energiesysteme analysieren, Wissenstransfer gestalten, Transformation ermöglichen" ist eines der Projekte, das durch das 5-StandorteProgramm gefördert wird. Das Programm unterstützt die fünf besonders vom Ausstieg aus der Steinkohleverstromung betroffenen Standorte Duisburg, Gelsenkirchen, Hamm, Herne und den Kreis Unna beim Strukturwandel.
Ziel ist es, den wirtschaftlichen Wandel durch Investitionen in Innovation, Klimaschutz, nachhaltige Wertschöpfung und zukunftsfähige Arbeitsplätze zu fördern. Gefördert werden Projekte, die neue Perspektiven für die Regionen eröffnen und deren Wettbewerbsfähigkeit stärken.