Die Hochschule Hamm-Lippstadt (HSHL) und die Johanniter-Kliniken Hamm arbeiten aktuell an der Schaffung einer großangelegten Kooperation. Dazu fand am Mittwoch, 21. Januar 2026 ein erstes Kennenlernen der beiden Einrichtungen am Campus Hamm statt, zu dem HSHL-Kanzlerin Sandra Schlösser, Projektinitiator Prof. Dr. Thorsten Köhler und weitere Professor*innen und Mitarbeitende der Hochschule Klinikgeschäftsführer Dr. Christoph Heller, Klinikmanagerin Nicole Nierobisch und Christoph Lichte aus dem Bereich Medizintechnik der Johanniter-Kliniken Hamm sowie den stellvertretenden Bezirksbürgermeister des Stadtbezirks Hamm-Mitte Robert Ciszewski und Dr. Dirk Hensel, Vorsitzender des Hammer Ärztevereins, begrüßten.
Nach einer Vorstellungsrunde im Senatssaal und dem Austausch einiger erster Ideen zur Ausgestaltung der Zusammenarbeit besichtigten die Anwesenden gemeinsam das digitale Therapielabor und das Mixed Augmented Virtual Experience Lab, kurz M.A.V.E.L., am Campus. Dort konnten sich die Gäste aus nächster Nähe davon überzeugen, wie an der HSHL unter anderem an der Entwicklung innovativer Therapiemaßnahmen im Bereich der Medizintechnik geforscht wird. Die Idee, einen Innovationscluster Medizin und Medizintechnik zu etablieren, wurde bereits bei der Kommunalwahl 2025 durch Robert Ciszewski thematisiert, um so den Fachkräftemangel zu bekämpfen und die Attraktivität des Standorts Hamm zu steigern.
Sicherung lokaler Gesundheitsversorgung
"Für die Hochschule erhoffen wir uns eine Stärkung der Studiengänge im Zusammenhang mit den Gesundheitsberufen. Insbesondere könnte durch eine solche Erweiterung der Angebote der HSHL die Zahl der Studienanfänger*innen in den betreffenden Studiengängen vergrößert werden. Zum Vorteil der Stadt Hamm könnte die Zusammenarbeit einen wesentlichen Beitrag zur langfristigen Sicherung der bestehenden guten Gesundheitsversorgung durch die ansässigen Kliniken liefern", sagt Prof. Köhler, der im Sommer des vergangenen Jahres den Kontakt zum stellvertretenden Bezirksbürgermeister aufgenommen hatte.
Konkret geht es zu Beginn um die HSHL-Studiengänge "Biomedizinische Technologie", "Umweltmonitoring und Forensische Chemie" und "Gesundheits- und Sportingenieurwesen". "Zunächst möchten wir es den Studierenden der HSHL durch gezielte Angebote besser ermöglichen, ihre Praktika an den Johanniter-Kliniken Hamm zu absolvieren", erklärt der HSHL-Professor, fügt jedoch hinzu: "Kooperationen in Projekt-, Bachelor-, Master- und Doktorarbeiten könnten dann folgen." Bei der Kennenlernveranstaltung am 21. Januar wurde sich außerdem über die Möglichkeit ausgetauscht, duale oder berufsgleitende Studienangebote zu entwickeln. "Nach unserem ersten erfolgsversprechenden Kennenlernen werden nun weitere Gespräche folgen."
Austausch von Theorie und Praxis
"Medizin ist eine Wissenschaft, die sich stets weiterentwickelt. Deswegen ist der Austausch zwischen Theorie und Praxis so wichtig. Unser Haus steht für eine hohe medizinische Qualität und ist offen für junge Menschen mit innovativen Ideen. Wir laden Sie ein, bei uns erste praktische Erfahrungen zu sammeln. So schaffen wir es gemeinsam, moderne Medizin zum Wohl von Patientinnen und Patienten weiter zu entwickeln," sagt der Geschäftsführer der Johanniter-Kliniken Hamm, Dr. Christoph Heller. Er betont auch die Bedeutung der Kooperation für die Stadt Hamm: "Mit der Kooperation von HSHL und den Johanniter-Kliniken Hamm geben wir junge Menschen weitere Gründe an die Hand, nicht nur in Hamm die Ausbildung zu machen, sondern hier heimisch zu werden."