Drei Masterabsolventen der Hochschule Hamm-Lippstadt (HSHL) sind die ersten Preisträger des Preises der Hans und Suzana Wiederhold Stiftung, der am Freitag, 9. Oktober 2026 erstmalig vergeben wurde. Stifter Hans Wiederhold und sein Sohn Dr.-Ing. Michael Alexander Wiederhold überreichten die drei hochdotierten Preise an die Absolventen des Studiengangs "Business and Systems Engineering" Daniel Gosedopp (1. Preis, 6.000 Euro), Oliver Scholze (2. Preis, 2.500 Euro) und Florian Tim Pichmann (3. Preis, 1.500 Euro). Die Preise werden verliehen für besondere Leistungen während des gesamten Studiums und einen herausragenden Masterabschluss in einem MINT-Fach.
Stifter Hans Wiederhold berichtete vor der Verleihung von seinem Werdegang und der Motivation zur Einrichtung der Hans und Suzana Wiederhold Stiftung sowie zur Vergabe des Preises. Der Stifter wurde 1937 in Lippstadt geboren. Die Familie zog nach seiner Geburt nach Bad Driburg. Sein beeindruckender Lebenslauf ist geprägt von verantwortungsvollen Positionen in der Konzernleitung im Volkswagen-Konzern und vielen internationalen Karrierestationen. Nach seinem Eintritt in den Ruhestand begann er eine zweite Karriere mit dem Erwerb des Fachwissens für den Kauf und die Renovierung von Gebäuden und dem Bau von Mehrfamilienhäusern.
"Innovationsfähigkeit Deutschlands sichern"
"Europa und Deutschland sind vor dem Hintergrund gravierender Veränderungen im digitalen Zeitalter in allen Lebensbereichen vor große Herausforderungen gestellt, zu deren Lösung vor allem auch die Bereiche Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) einen wesentlichen Beitrag leisten können. Die MINT-Bereiche sind besonders prädestiniert, die Innovationsfähigkeit Deutschlands zu sichern." Im Andenken an seine verstorbene Frau Suzana Maria, einer gebürtigen Brasilianerin aus Rio de Janeiro, habe er sich deshalb entschieden, eine Stiftung zu errichten, die im August 2024 genehmigt wurde. Die Stiftung soll einen Beitrag zur Bewältigung dieser Herausforderung durch die Förderung herausragender MINT-Aktivitäten leisten.
Eigenverantwortung, Kreativität und herausragende Leistungen
"Die Stiftung soll Eigenverantwortung, Einsatzbereitschaft, Kreativität, Flexibilität und herausragende Leistungen fördern. Diese Eigenschaften waren auch bedeutend in meinem Berufsleben", so Wiederhold. Neben einem jährlichen Preis in Höhe von 10.000 Euro an Wiederholds Alma Mater, die RWTH Aachen, der für eine herausragende Dissertation, die einen wesentlichen Beitrag zur Bewältigung technischer Herausforderungen leistet, vergeben wird, und einem Auslandsstipendium für Studierende brasilianische Universitäten in Kooperation mit der RWTH, erhält auch die Hochschule Hamm-Lippstadt eine jährliche Zuwendung in Höhe von 10.000 Euro Preisgeld für herausragende Masterabschlüsse in MINT-Fächern.
Die drei HSHL-Preisträger absolvierten den Masterstudiengang "Business and Systems Engineering". Basierend auf wissenschaftlich-theoretischen Grundlagen von Systementwicklung und -gestaltung wird Studierenden hier vermittelt, wie technische und methodische Problemstellungen wissenschaftlich analysiert, Produkte selbstständig entworfen, entwickelt und zur Marktreife gebracht werden. Daniel Gosedopp schloss sein Studium mit der Arbeit "Modellbasierte Optimierung der Ansteuerung einer hydraulischen Lineareinheit mit mechanisch-hydraulischer Positionsregelung" ab. Oliver Scholzes Masterarbeit beschäftigte sich mit "Entwicklung eines Proof of Concept für ein TEG-Basiertes, autarkes System zur Echtzeitanalyse des Energieverbrauchs bei der Wassernutzung" und Florian Tim Pichmann mit "Konzeption und Implementierung eines echtzeitfähigen autonomen Autobahn-Piloten".
Hans Wiederhold dankte an der HSHL besonders auch den Lehrenden, die bei der Auswahl für die Preisträger unterstützt haben: Prof. Dr. Birka von Schmidt, Prof. Dr. Ulrich Schneider und Prof. Dr. Sabine Hollmann. Für die Hochschule Hamm-Lippstadt drückte insbesondere Präsidentin Prof. Dr.-Ing. Kira Kastell besonderen Dank für die großzügige Zuwendung durch die Stiftung aus.